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Kantonaler Führungsstab

Zuständige Direktion: Justiz- und Sicherheitsdirektion
Zuständige Amtsstelle: Amt für Militär und Bevölkerungsschutz
Zuständiger Bereich: Koordinationsstelle Notorganisation
Verantwortlich: Dudle-Ammann, Martin

Die Organisation der Hilfe bei Schadenereignissen ist grundsätzlich Sache der Gemeinden. Der Kanton unterstützt die Gemeinden durch den Kantonalen Führungsstab. Bei Grossereignissen oder Ereignissen von grossem Ausmass ist die Koordination der im Einsatz stehenden Mittel notwendig. Wenn diese nicht mehr mit den normalen Mitteln der Verwaltung geführt werden können, übernehmen Teile oder der gesamte Kantonale Führungsstab die Einsatzführung.

Die kantonale Notorganisation regelt den Aufbau der Führungs- und Einsatzorganisation auf kantonaler Stufe sowie deren Alarmierung. Die politische Verantwortung für die Bewältigung einer Katastrophe liegt beim Regierungsrat.

Die Organisationsstruktur des kantonalen Führungsstabes gliedert sich modulartig in einen Führungsstab „UNO“, „DUE“ und in den Führungsstab „TRE“ (siehe Dokumente).

Dokumente (siehe unten):

Stand: 1. Mai 2008
  • Grundstruktur Notorganisation (Kanton/Gemeinde)
  • Grundstruktur Führungsstab Stufe Kanton für besondere Lagen UNO/DUE/TRE
  • Grundstruktur Führungsstab Stufe Kanton für ausserordentliche Lagen

Generelle Aufgaben des KFS

1) Vorbereitung

  • Schulung der Notorganisation
  • Notfallplanung
  • Bereitstellung Infrastruktur
2) Einsatz
  • Führung und Giederung der Notorganisation im Einsatz
  • Beratung und Antragstellung an den Regierungsrat
  • Information und Alarmierung der Bevölkerung in besonderen und ausserordentlichen Lagen
  • Sicherstellung der Medieninformationen in besonderen und ausserordentlichen Lagen
  • Unterstützung der kommunalen Führungsstäbe im Einsatz
  • Einsatzkoordination und Führung (Armee, Zivilschutz, Dritte)
  • Beratung und Antragstellung der Notmassnahmen in besonderen und ausserordentlichen Lagen zuhanden des Regierungsrates
  • Bestimmung der Einsatzleiter für regionale und kantonale Langzeiteinsätze
  • Koordination und regionale Zuweisung der speziellen Mittel (Baumaschinen, besondere technische Geräte, zusätzliche Dienste usw.)

Einsatz Notorganisation / Modulsystem

Dokument (siehe unten):


Notorganisationsreglement

Für den Vollzug der kantonalen Notstandsgesetzgebung hat der Regierungsrat gemäss § 23 der Notstandsverordnung die notwendigen Reglemente erlassen. Mit Beschluss Nr. 186 vom 2. März 2004 hat der Regierungsrat ein neues Notorganisationsreglement (inkl. Grundstrukturen und Pflichtenhefte) in Kraft gesetzt. Das Notorganisationsreglement regelt die Vorbereitung und den Einsatz der Notorganisation im Kanton Nidwalden (siehe Dokumente).

Dokumente

  • Notstandsgesetz
  • Notstandsverordnung
  • Notstandsreglement


    Gefahren und Risiken

    Der Risikokataster Nidwalden ist das Ergebnis einer umfassenden Gefahren- und Risikoanalyse für das Gebiet des Kantons Nidwalden und seiner Bevölkerung. Eine interne Arbeitsgruppe aus der Verwaltung identifizierte 32 Gefahrenszenarien, die für den Kanton Nidwalden relevante Auswirkungen haben können. Mit Unterstützung durch ein Fachbüro wurden die Szenarien bezüglich Eintretenswahrscheinlichkeit und Schadenausmass systematisch bewertet, verglichen und daraus die Risikogrössen abgeleitet. Bewaffnete, konventionell geführte Konflikte zwischen Grossstaaten mit direkten Auswirkungen auf die Schweiz und damit auch auf Nidwalden sind derzeit wenig wahrscheinlich.

    Im Vordergrund stehen vielmehr natur- und zivilisationsbedingte Ereignisse:
     Ereignis Szenarien
     Naturereignisse 11 Szenarien
     Zivilisationsbedingte Ereignisse 14 Szenarien
     Gesellschaftliche Ereignisse 3 Szenarien
     Gewalt unterhalb der Kriegsschwelle 2 Szenarien
     Bewaffnete Konflikte 2 Szenarien
    Insgesamt 32 Szenarien                                              



    Im Kataster sind die Risiken zusammengestellt, evaluiert und mit Schutzzielen versehen. Die Schutzziele geben an, welche Risiken tragbar sind und welche nicht; welche Risiken akzeptiert werden, welche teilweise akzeptiert werden und welche nicht akzeptiert werden. Die Schutzziele umfassen heute summarische und interpretationsbedürftige Aussagen, die durch die verantwortlichen Fachinstanzen in der Folge fachlich konkretisiert werden müssen.

    In weiteren Schritten geht es nun darum, für die einzelnen Szenarien den aktuellen Schutzgrad bzw. allfälliges Schutzdefizit zu ermitteln und jene möglichen Massnahmen zu evaluieren, die nötig sind, damit die obigen Schutzziele erfüllt werden können. In der Folge können die definitiven Detailstrukturen und Dimensionen der Partner des Bevölkerungsschutzes abgeleitet werden. Es wird sich auch zeigen, welchen Schwergewichten der kantonalen Sicherheitspolitik in baulicher, organisatorischer, präventiver und interventionsmäs­siger Art in den nächsten Jahren besondere Aufmerksamkeit zu schenken ist.

    Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Bedeutung des Risikokatasters darin liegt, dass
    • die Bedrohungen und Gefahren für den Kanton Nidwalden erfasst und aufgelistet sind
    • deren Auswirkungen auf die öffentliche Sicherheit beurteilt werden
    • darauf basierend die Aufgaben und Strukturen der kantonalen Notorganisation angepasst werden können.
    Dokument (siehe unten):

    • Risikokataster Nidwalden vom 14. Oktober 2002 (Bericht der Arbeitsgruppe RISKAT)
    Der Kanton Nidwalden macht sich auf den Weg zu einem umfassenden Risikomanagement: Weg von der reinen Gefahrenabwehr, hin zur Risikokultur.

    Umsetzung Risikokataster / Notfallplanung
    1. Der Regierungsrat hat mit Beschluss vom 12. November 2002 die Umsetzung des Risikokatasters festgelegt. Eine erste Notfallplanung zum Pilotszenario „Dammbruch Engelberger Aa“ wurde im Jahr 2004 in Zusammenarbeit mit der Nidwaldner Sachversicherung, dem Tiefbauamt und dem Ingenieurbüro Geoteam AG Beckenried erstellt. Ab 2005 wird die Erstellung Notfallplanung nach festgelegten Prioritäten weiter fortgesetzt.
    2. Der Regierungsrat hat mit Beschluss  vom 7. November 2005 das weitere Vorgehen der Notfallplanung in den Gemeinden festgelegt.
    3. Der Regierungsrat hat mit Beschluss vom 10. Juli 2007 den Bericht zum Vorprojekt genehmigt.

     Jahr Zielsetzung
     2006Bildung der Projektgruppe „Notfallplanung“ im Kantonalen Führungsstab Nidwalden
     2006Konzept Notfallplanung erstellen  (Beizug eines externen Experten)
     2006Notfallplanung Engelberger Aa bis Mitte 2006 abschliessen (Erfahrungen Unwetter  August 2005 erarbeiten)
     ab 2007Gestaffelte Umsetzung nach Prioritäten auf der Basis eines kantonalen Konzeptes
    2007Genehmigung Bericht zum Vorprojekt durch den Regierungsrat (als Basis)

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