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Massnahmen bei den A2-Ausfahrten bewähren sich

12. August 2019

Das hohe Verkehrsaufkommen hat vor allem am Sonntag erneut zu Rückstaus auf der Autobahn A2 und den Kantonsstrassen geführt. Der Verkehr floss aber besser ab als am vorangegangenen Wochenende. Dies ist auch auf die zusätzlich aufgestellten Hinweisschilder und Dosieranlagen bei den Ausfahrten zurückzuführen. Aufs kommende Wochenende hin werden Optimierungen an den bestehenden Massnahmen angestrebt.

Die nach wie vor gesperrte Axenstrasse, die Baustelle auf der Autobahn A2 in Hergiswil und der Ferienrückreiseverkehr haben das Nidwaldner Strassennetz am Wochenende erneut an seine Belastungsgrenzen gebracht. «Die Situation präsentierte sich aber weniger drastisch als eine Woche zuvor», bilanziert Polizeikommandant Jürg von Gunten. Am Samstag stockte der Verkehr auf der A2 vergleichsweise nur geringfügig. Mehr Zeit in Kauf nehmen mussten Automobilisten, die von Süden nach Norden unterwegs waren, am Sonntag. Zu Spitzenzeiten staute sich der Verkehr auf der A2 von Hergiswil bis nach Buochs zurück, der Zeitverlust betrugt maximal rund 50 Minuten. Aufgrund des Ausweichverkehrs herrschte nachmittags bis abends auch auf den Kantonsstrassen zwischen Hergiswil und Stans streckenweise Kolonnenverkehr. «Insgesamt lief der Verkehr aber flüssiger und suchten sich weniger Automobilisten einen vermeintlich schnelleren Weg über die Hauptstrassen», hält Jürg von Gunten fest. Dazu haben die aufs Wochenende aufgestellten Dosieranlagen und Hinweisschilder bei den A2-Ausfahrten zwischen Beckenried und Hergiswil beigetragen, ist der Polizeikommandant überzeugt. Mit den Hinweistafeln wurden die Lenker auf die längere Reisezeit aufmerksam gemacht, wenn sie die Ausfahrt nehmen, und mit Grün-/Rotphasen der Dosieranlagen wurde der trotzdem abfahrende Verkehr nur tröpfchenweise auf die Kantonsstrassen geschickt. Zudem wurden die Verkehrsmeldungen über Radio intensiviert, die Stauzeiten regelmässig aktualisiert und auch die Navigationssysteme mit diesen Informationen bedient.

«Die Massnahmen haben sich bewährt», resümiert Landammann Alfred Bossard, der am Wochenende selber in der verkehrsgeplagten Region unterwegs war, um sich persönlich ein Bild von der Lage zu machen. «Den Verkehr bringen wir nicht weg, aber wir sind auf dem richtigen Weg. Punktuell streben wir weitere Verbesserungen an.» Hierzu ist die Kantonspolizei weiterhin im Gespräch mit den Gemeindepräsidenten betroffener Gemeinden, dem Bundesamt für Strassen und benachbarten Polizeikorps. So werden an den Dosieranlagen aufgrund der bisherigen Erfahrungen Justierungen vorgenommen. In Zusammenarbeit mit der Kantonspolizei Obwalden werden geeignete Massnahmen erörtert, um den A8-Ausweichverkehr aus dem Sarneraatal auf der Hauptstrasse entlang des Loppers Richtung Stansstad und Hergiswil abzuschwächen. Zudem wird mit der Kantonspolizei Luzern das Gespräch gesucht, um in Gegenrichtung auf der A2 die Lenker frühzeitig darauf hinzuweisen, nach Möglichkeit die Ausfahrten in Hergiswil und allenfalls Stansstad zu meiden. Dadurch soll der Durchgangsverkehr in diesen Orten reduziert und eine bessere Abwicklung des Lokalverkehrs erzielt werden.

Trotz den bereits getroffenen und weiteren Massnahmen ist auch am kommenden Wochenende kaum mit einer Beruhigung auf dem Nidwaldner Strassennetz zu rechnen, da der Rückreiseverkehr neuerlich ein hohes Verkehrsaufkommen verursachen dürfte. Zudem könnten der Feiertag am Donnerstag (Mariä Himmelfahrt) und allfällige Brückentage zusätzlichen Ausflugsverkehr in der Region generieren. «Bei Bedarf können wir das System mit den Hinweisschildern und Dosieranlagen auch unter der Woche innert kurzer Zeit in Betrieb nehmen», sagt Polizeikommandant Jürg von Gunten.

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