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Führungsstab spürt eine grosse Solidarität im Kanton

4. April 2020

Als einer der ersten Kantone hat Nidwalden am 3. März den kantonalen Führungsstab eingesetzt, um die Bewältigung der Corona-Krise zu koordinieren. Unter der Co-Leitung von Ruedi Wyrsch und Toni Käslin unterstützt der Führungsstab die Regierung dabei, die Auswirkungen der Krise auf die Bevölkerung so gering wie möglich zu halten.

Aufgrund der zunehmenden Ausbreitung des Coronavirus ist der kantonale Führungsstab (KFS) seit einem Monat aktiv im Einsatz. Vertreterinnen und Vertreter von Blaulichtorganisationen, Gesundheitswesen, Verwaltung, Technische Betriebe, Kommunikation, Recht und Wirtschaft sowie eine Delegation des Regierungsrats – insgesamt rund 30 bis 35 Personen – treffen sich in der gegenwärtigen Phase zweimal wöchentlich zum Rapport – selbstverständlich unter Einhaltung der Richtlinien des Bundesamtes für Gesundheit. An den Rapporten kommen alle aktuellen Probleme und Fragestellungen auf den Tisch und wird vorausschauend das weitere Vorgehen festgelegt. Zusätzlich finden wöchentlich Besprechungen mit den Stabschefs der Gemeindeführungsstäbe, mit der Armee und weiteren Spezialisten statt. Auf einer weiteren Ebene gibt es einen kontinuierlichen Informationsaustausch mit dem Bundesstab für Bevölkerungsschutz und dem Bundesamt für Gesundheit. Geleitet wird der KFS von Zivilschutz-Chef Ruedi Wyrsch und Feuerwehrinspektor Toni Käslin. Zusammen mit 2 bis 3 Personen als administrative Unterstützung sind sie derzeit praktisch permanent im Einsatz, um die anfallenden Aufgaben zu koordinieren und die Regierung zu beraten. Dieses Zusammenspiel zwischen der Politik und dem Führungsstab ist in der Krise sehr wichtig und funktioniert im Kanton Nidwalden sehr gut.

Der Führungsstab verfügt seit 2015 über einen spezifischen Notfallplan im Bereich Pandemie. Er konnte sich deshalb schnell organisieren und in Aktion treten. Diese Strukturen bewähren sich nun. Ein Vorteil in einer solchen Krisensituation ist auch die Kleinräumigkeit des Kantons. «In Krisen Köpfe kennen», erlebt Ruedi Wyrsch als grossen Pluspunkt, um «schnell, effektiv und pragmatisch agieren zu können». Die Hauptaufgabe des KFS liegt in der Koordination der Massnahmen. Dazu gehören unter anderem Einkauf und Verteilung von Material wie Schutzmasken und Desinfektionsmittel oder die Durchsetzung der Vorgaben des Bundesrates. Auch sorgt der KFS dafür, dass bei Bedarf die nötigen personellen Ressourcen zur Verfügung gestellt werden, so zum Beispiel im Kantonsspital. Dort stehen heimische Zivilschützer und Armeeangehörige einer Sanitätskompanie im Einsatz, um bei der Triage von potenziellen COVID-19-Patienten zu helfen respektive den Rettungsdienst bei Engpässen zu unterstützen.

Unvorhersehbare Dauer erfordert einen langen Atem
Für eine allfällige Verschlimmerung der Situation hat der Führungsstab die nötigen Vorkehrungen getroffen. So verfügt der Zivilschutz über weitere Kapazitäten. Auch für den permanenten Nachschub an Schutzmaterial ist gesorgt. Und ein weiterreichender Unterstützungseinsatz der Armee ist soweit vorbereitet, dass er bei Bedarf ausgelöst werden kann.

Als grösste Herausforderung sieht Ruedi Wyrsch die Ungewissheit, wie sich die Lage weiter entwickeln wird. Insbesondere das schwer abzuschätzende Ausmass und die unvorhersehbare Dauer der Krise erfordern von allen Beteiligten einen langen Atem und grosse Flexibilität. Erfreulich ist hingegen die Disziplin der Nidwaldnerinnen und Nidwaldner, die sich – abgesehen von vereinzelten Ausnahmen – sehr gut an die vom Bundesrat verordneten Verhaltensmassnahmen halten. «Wir spüren im Kanton eine grosse Solidarität und gegenseitige Unterstützung», stellt er fest, und ruft alle dazu auf, auch bei schönem Wetter und frühlingshaften Temperaturen weiterhin die Regeln zu befolgen. «Hier appellieren wir an jeden Einzelnen, sich solidarisch zu zeigen und damit sich selber und die Mitmenschen zu schützen. Es geht nach wie vor darum, möglichst wenige Erkrankungen zu haben, um unser Gesundheitssystem nicht zu überfordern.»

Um die Vorgaben des Bundes durchzusetzen, wird die Kantonspolizei weiterhin ein besonderes Augenmerk darauf haben – gerade auch im Hinblick auf die kommenden Ostertage. Ruedi Wyrsch setzt aber vor allem auf die Eigenverantwortung und Vernunft der Bevölkerung, so wie dies auch bisher gut funktioniert hat.

Lagerapport KFS
Der kantonale Führungsstab bei einem Lagerapport zum Coronavirus.

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