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Private Spendenaktion weist erfreulichen Zwischenstand auf

4. Mai 2020

Mit dem privat initiierten COVID-19-Fonds erhalten von der Corona-Krise betroffene Kleinbetriebe in Nidwalden eine zusätzliche Soforthilfe. Bereits sind rund 120 Gesuche eingegangen und die zur Verfügung stehende Spendensumme ist aktuell bei knapp 3,5 Millionen Franken angelangt.

«Unternehmer helfen Unternehmern» – unter diesem Leitgedanken steht der vom Hergiswiler Dr. Peter Grogg ins Leben gerufene COVID-19-Fonds für Nidwaldner Kleinbetriebe, die wegen der gegenwärtigen Pandemie einen signifikanten Geschäftsrückgang erleiden. Seit der Lancierung des Fonds sind bereits rund 120 Anträge eingegangen. Anspruchsberechtigt sind in Nidwalden ansässige Betriebe mit weniger als 10 festangestellten Mitarbeitenden, die sich aufgrund der Corona-Krise in einer schwierigen finanziellen Situation befinden und situationsbedingte Umsatzeinbussen von rund 50% oder mehr verzeichnen. Im Fall einer positiven Beurteilung erhalten die Gesuchsteller einen einmaligen, nicht rückzahlungspflichtigen Beitrag von 10'000 Franken. «Der bisherige Verlauf von Anträgen zeigt, dass ein echtes Bedürfnis nach Soforthilfe vorhanden ist», hält Volkswirtschaftsdirektor Othmar Filliger fest. Dies untermalen auch die Ergebnisse einer Umfrage zu den Auswirkungen der Corona-Krise, die kürzlich bei den heimischen Betrieben durchgeführt worden ist.

Volkwirtschaftsdirektor ist von Solidarität beeindruckt

Die Fonds-Summe ist dank weiteren, teils grossen Spenden von Unternehmen und Privatpersonen unterdessen auf erfreuliche 3,47 Millionen Franken angewachsen. Die Spender, die grösstenteils anonym bleiben möchten, rufen zu weiteren Spenden auf und hoffen dadurch, dass der Fonds eine Grösse von 5 Millionen Franken erreicht. Damit könnten insgesamt 500 der für Nidwalden so wichtigen Kleinbetriebe unterstützt werden. «Ich bin von dieser Welle der Solidarität tief beeindruckt. Sie gibt betroffenen Kleinunternehmen, die unseren Wirtschaftsstandort massgeblich mitprägen, Mut und Zuversicht. Genau diese Attribute sind in dieser herausfordernden Zeit besonders gefragt», so Volkswirtschaftsdirektor Othmar Filliger. Und weiter: «Wer finanziell am Limit läuft, einer äusserst unsicheren Zukunft entgegenblickt und anspruchsberechtigt ist, soll nicht zögern, ein Gesuch zu stellen.»

Antragsformulare können unter www.nw.ch/coronafonds heruntergeladen und bis zum 31. Mai 2020 eingereicht werden. Die Gesuche werden chronologisch erfasst und beurteilt. Die kantonale Wirtschaftsförderung verwaltet den Fonds treuhänderisch. Sie stellt sicher, dass alle Anträge vertraulich behandelt werden und die Anonymität der Antragsteller gewährleistet ist. 

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