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Video-Botschaft verdeutlicht: Es sind alle Generationen gefordert

18. November 2020

Gegenwärtig stecken sich vor allem 20- bis 60-Jährige mit dem Coronavirus an. Dabei kommt es im privaten Umfeld zu Übertragungen auf ältere Generationen. Diese wiederum machen den Hauptanteil der Patienten aus, die im Spital gepflegt werden müssen. Mit einer Video-Botschaft will der Kanton Nidwalden verdeutlichen, dass die Solidarität aller Generationen gefragt ist. 

Es braucht die Solidarität aller Generationen, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Deshalb ist es notwendig, dass sich sowohl die Jugendlichen wie auch Erwachsene und ältere Personen weiterhin unnachgiebig an die geltenden Hygiene- und Verhaltensmassnahmen halten. Hierzu gehört auch ein ausreichender Schutz im beruflichen und privaten Umfeld. «Es ist mir bewusst, dass die Situation von uns allen sehr viel Disziplin und Geduld verlangt, doch gerade in der Berufswelt oder innerhalb der Familie ist das Infektionsrisiko höher als sonst, weil über längere Zeit Kontakte mit denselben Personen stattfinden», erklärt Gesundheits- und Sozialdirektorin Michèle Blöchliger. Dies belegen die Angaben von Infizierten zur Ansteckungsquelle. Derzeit werden grösstenteils 20- bis 60-Jährige positiv auf Covid-19 getestet, in Spitalpflege befinden sich aber vor allem über 65-Jährige, die sich mit der Lungenkrankheit infiziert haben.

Dies deutet darauf hin, dass die Infektionsketten im nahen Umfeld anwachsen und mangels Abstandhalten und weiteren Schutzmassnahmen auf ältere Personen übergreifen. «Daher ist es besonders entscheidend, die vulnerable Bevölkerung zu schützen», hält Michèle Blöchliger fest. Wer selber – auch nur leichte – Symptome aufweist, sollte zu Hause bleiben, den Arzt kontaktieren und Treffen insbesondere mit älteren Leuten dringend unterlassen. Letzteres gilt auch für jene, die kürzlich mit einer symptomatischen Person Kontakt hatten. Auch sind bei Familienanlässen die Hygiene- und Verhaltensregeln zu beachten und die Obergrenze von 10 Personen nicht zu überschreiten. «Ebenso wichtig für das Wohlbefinden ist aber, die Beziehungen zum Familien- und Freundeskreis auf anderem Weg aufrechtzuerhalten, etwa mit Videotelefonie oder ganz klassisch mit Briefwechseln, Zeichnungen und kleinen selbstgebastelten Geschenken», betont Michèle Blöchliger. «Sehr erfreulich ist auch, dass die Nachbarschaftshilfe wieder spürbar zunimmt. Unterstützungsbedürftige Personen sollten keine Hemmungen haben, solche Angebote anzunehmen, um nicht zwingende Kontakte und damit das Risiko einer Ansteckung zu reduzieren.»

Verstösse angemessen sanktionieren

Dass alle Generationen gefordert sind, ihren Beitrag zur Bekämpfung der Corona-Pandemie zu leisten, unterstreicht das neuste Video des Kantons, in dem Nidwaldnerinnen und Nidwaldner unterschiedlichen Alters erklären, wie sie mit der der aktuellen Situation umgehen und wie sie trotz dieser herausfordernden Zeit zuversichtlich bleiben. Michèle Blöchliger: «Wir wollen mit dem Video einerseits veranschaulichen, dass Jung und Alt gleichermassen wachsam sein müssen, und andererseits, dass wir die Pandemie nur dann überstehen, wenn sich alle solidarisch zeigen und die Massnahmen respektieren.»

Zwar hält sich eine Mehrheit der Nidwaldner Bevölkerung gut an die geltenden Vorschriften, es werden aber auch gegenteilige Feststellungen gemacht. Zahlreiche Kantone würden es begrüssen, wenn sie Vergehen gegen die verordneten Covid-19-Massnahmen mit Ordnungsbussen direkt ahnden könnten. Auch der Nidwaldner Regierungsrat fände eine entsprechende Regelung auf Bundesebene sinnvoll und sähe darin eine Möglichkeit, bei fehlbaren Personen und deren Umfeld eine nachhaltig präventive Wirkung zu erzielen. «Wir setzen grundsätzlich auf Aufklärung. Mit Ordnungsbussen hätten wir aber eine Handhabe, Verstösse schnell, unbürokratisch und angemessen zu sanktionieren», hält Michèle Blöchliger fest. Der aktuelle Weg über Strafanzeigen ist bedingt praktikabel.

→ Link zur Video-Botschaft: youtu.be/Qbh7G8rRfWU

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