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Die Projektorganisation fürs WEF 2021 hat sich formiert

19. November 2020

Im Mai 2021 findet das World Economic Forum WEF auf dem Bürgenstock und in Luzern statt. Die Gastkantone Nidwalden und Luzern haben die Vorbereitungen aufgenommen. Eine Projektgruppe unter der Leitung von Felix Howald, Unternehmer und ehemaliger Direktor der Industrie- und Handelskammer Zentralschweiz IHZ, ist formiert mit dem Auftrag, das WEF vor Ort zu koordinieren.

Das World Economic Forum WEF mit Sitz in Genf hat am 6. Oktober 2020 entschieden, dass das Jahrestreffen 2021 coronabedingt nicht im Januar in Davos, sondern vom 17. bis zum 21. Mai auf dem Bürgenstock und in Luzern stattfinden wird. Die Corona-Krise erfordert auch bei diesem Zeitplan grosse Flexibilität. Aus heutiger Sicht schätzt das WEF die Chance einer Austragung als realistisch ein.

Die verbleibende Zeit gilt es effizient zu nutzen. Die Nidwaldner und Luzerner Kantonsregierungen haben am Samstag, 14. November 2020, ein gemeinsame Projektorganisation «WEF2021 Bürgenstock-Lake Lucerne» formiert. Diese besteht aus der politischen Steuerungsgruppe mit Landammann Othmar Filliger und Regierungsrätin Karin Kayser-Frutschi (beide Nidwalden), Regierungspräsident Reto Wyss und Regierungsrat Paul Winiker (beide Luzern), dem Luzerner Stadtpräsidenten Beat Züsli und dem Stansstader Gemeindepräsidenten Beat Plüss.

Projektleitung durch Felix Howald
Die operative Projektleitung wurde Felix Howald anvertraut, selbständiger Unternehmer und ehemaliger Direktor der Industrie- und Handelskammer Zentralschweiz IHZ. Neben seinen guten Kontakten zu Wirtschaftskräften und Regierungen der Zentralschweiz wird insbesondere seine Vergangenheit als Mitarbeiter des WEF als wichtig eingeschätzt. Ihm steht Adrian Derungs, Direktor IHZ, als Teilprojektleiter zur Seite, der in dieser Funktion als Vermittler und Bindeglied zur Zentralschweizer Wirtschaft, insbesondere zu den Wirtschafts-, Hotel- und Tourismusorganisationen der Kantone Nidwalden und Luzern, auftritt. Die Sicherheit wird durch die Luzerner Polizei und die Kantonspolizei Nidwalden gewährleistet. Als Verbindungsperson steht der Stabschef des WEF Sicherheitsausschusses dem Projektleiter zur Unterstützung im administrativ-juristischen Bereich zur Seite.

WEF 2021 als grosse Chance für die Zentralschweiz
Die Steuerungsgruppe sieht die Austragung des WEF 2021 in der Region einerseits als Glücksfall und wichtigen Impuls in der momentan wirtschaftlich schwierigen Situation, insbesondere für den Tourismus und die Event- und Hotelbranche. Andererseits bietet das WEF Gelegenheit, die Zentralschweiz als beste Adresse für internationale Kongresse und den MICE-Sektor (Meeting, Incentive, Convention, Event) grundsätzlich zu positionieren. «Wenn es uns gelingt, einen reibungslosen Ablauf mit möglichst minimalen Einschränkungen für die Bevölkerung zu gewährleisten und gleichzeitig den WEF-Teilnehmern ein einmaliges Erlebnis zu bieten, haben wir unseren Job gut gemacht. Dies ist unser Anspruch an uns selber», sagt Othmar Filliger, Nidwaldner Landammann und Leiter der politischen Steuerungsgruppe. Ziel sei auch, in der Zentralschweiz eine positive Stimmung über den Anlass hinaus zu erzeugen. Es werde in der Zusammenarbeit mit dem WEF derzeit nach Möglichkeiten gesucht, im offiziellen Programm «Zentralschweizer Momente» zu integrieren und so das WEF 21 als Standortpromotion für die ganze Region zu nutzen. Die ansässige Wirtschaft soll möglichst in den Anlass mit weltweiter Ausstrahlung involviert werden. Insbesondere soll auch die durch Covid-19 darbende Tourismus- und Eventbranche von der Veranstaltung profitieren.

Sicherheitskosten klären
In der Bevölkerung und in der Politik kritisch beobachtet werden die Aufwände für die Sicherheit. Die Kostenteilung ist Gegenstand der aktuellen Verhandlungen. «Wir wollen nach Möglichkeit noch dieses Jahr konkrete Angaben zu den Sicherheitskosten machen können. Bis dahin müssen die Verträge stehen und die erforderlichen politischen Beschlüsse gefallen sein», sagt Regierungsrätin Karin Kayser-Frutschi.

Die beteiligten Akteure sind sich der Herausforderungen bewusst, die mit der Organisation einer so grossen Veranstaltung, deren Dimension im Moment noch nicht klar auszumachen ist, verbunden sind. Dazu der Luzerner Regierungspräsident Reto Wyss: «Es gibt viele offene Fragen, zum Ablauf, zum Inhalt, zur Organisation, zu den Prozessen. Wir haben momentan noch keine abschliessenden Antworten auf alle Fragen. Doch wir sind zuversichtlich, dass wir mit einer schlanken, schlagkräftigen Organisation und dem sprichwörtlichen Zentralschweizer Pragmatismus eine für alle gute, angenehme und akzeptable Lösung finden werden.»

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