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Regierungsrat und Gastroverband treffen sich zu Gesprächen

12. Januar 2021

Zwischen einer Delegation des Regierungsrates und Vertretern von Gastro Nidwalden hat gestern ein Austausch stattgefunden. Der Kanton ist gewillt, rentable und von der Corona-Krise stark getroffene Betriebe soweit als möglich zu unterstützen.

Von den aktuellen Covid-19-Einschränkungen sind geschlossene Betriebe, darunter weitgehende Teile der Gastronomie, besonders stark betroffen. Es ist davon auszugehen, dass der Bundesrat an seiner morgigen Sitzung diese Massnahme bis Ende Februar 2021 verlängern wird. Der Gastroverband Nidwalden befürchtet zugleich, dass sehr viele Restaurants und Hotels die jetzigen Anforderungen des Härtefallprogramms teils knapp nicht erfüllen und deshalb keinen Anspruch auf wirtschaftliche Unterstützung geltend machen können, obschon auch sie happige Umsatzeinbussen und entsprechend grosse finanzielle Verluste erleiden. «Ich habe Verständnis für die Ängste der Gastronomen und kann den enormen Druck, der auf ihnen lastet, nachvollziehen», sagt Volkswirtschaftsdirektor Othmar Filliger. Nachdem der Verband in einer Offenen Anfrage Forderungen an den Kanton stellte, hat sich eine Delegation des Regierungsrates gestern Abend mit Vertretern von Gastro Nidwalden zu Gesprächen getroffen. Präsidentin Nathalie Hoffmann verwies auf die grosse Bedeutung, welche die Gastrobranche für den Kanton hat. Der Wirtschaftszweig sei ein wichtiger Arbeitgeber, bilde viele Lehrlinge aus und erfülle eine zentrale Funktion für das öffentliche Leben. Weiter hielt Nathalie Hoffmann fest: «Die Gastrobetriebe müssen sich nun unverschuldet verschulden lassen. Entsprechend sollen die finanziellen Ausfälle entschädigt werden und zwar möglichst in Form von nicht rückzahlbaren Beiträgen.»

«Es fand ein offener Austausch statt, der von beiden Seiten geschätzt wurde», zieht Othmar Filliger Bilanz. Dem Regierungsrat ist die schwierige Lage der behördlich geschlossenen Betriebe bewusst. Er hat sich beim Bund dafür stark gemacht, dass die Hürde beim Umsatzrückgang, die zur Teilnahme am Härtefallprogramm berechtigt, gesenkt wird, damit mehr krisengeschüttelte Unternehmen von einer finanziellen Unterstützung profitieren. «Der Bundesrat hat letzte Woche angekündigt, dass er über eine weitergehende Hilfe entscheiden will. Es wäre für mich nicht nachvollziehbar, wenn er die Härtefall-Kriterien angesichts der sich verschärfenden Situation in gewissen Branchen nicht lockern würde oder keine anderweitige Unterstützung präsentiert», hält Othmar Filliger fest. «Davon sollen auch unsere Gastrobetriebe profitieren können. Wir setzen alles daran, dass Unternehmen, die vor der Krise rentabel gewesen sind, ihre Substanz in dieser schwierigen Phase aufrechterhalten können.»

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