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Covid-19-Impfung: Kanton lanciert Walk-in-Angebot zu Randzeiten

23. August 2021

Sich ohne Voranmeldung nach dem Feierabend impfen lassen: Der Kanton Nidwalden bietet ab 27. August Walk-In-Impfungen gegen Covid-19 an, vorerst an zwei Tagen in der Woche. Ziel dieses niederschwelligen Angebots ist es, mit einer höheren Impfquote dem Trend steigender Fallzahlen und Hospitalisierungen entgegenzuwirken.

Rund die Hälfte der Schweizer Bevölkerung ist vollständig gegen Covid-19 geimpft. In Nidwalden ist die Quote ähnlich. Etwas mehr als 55 Prozent der Bevölkerung, die sich theoretisch impfen lassen kann, hat in der Zwischenzeit beide Impfungen erhalten. Die Nachfrage nach einer Impfung gegen Covid-19 hat im Sommer nachgelassen, entsprechend hat auch das kantonale Impfzentrum in Stansstad seinen Betrieb reduziert, am 25. August erfolgt dort der letzte Piks.

Zuletzt haben aber die Fallzahlen und Hospitalisierungen wieder zugenommen, was die Verantwortlichen des Gesundheitswesens in Nidwalden mit Besorgnis beobachten. Der Kanton ermöglicht daher mit einem Walk-in im Spital Nidwalden ein niederschwelliges Angebot, sich ohne Voranmeldung impfen zu lassen. Das Angebot richtet sich vor allem an bisher unentschlossene Personen sowie Berufstätige, da jeweils am Dienstag und Freitag zwischen 17.00 und 19.00 Uhr geimpft wird. Erstmals geöffnet hat das Walk-in am Spital in Stans am kommenden Freitag, 27. August. Impfwillige ab 18 Jahren können unangemeldet erscheinen, mitzubringen sind die Krankenkassenkarte sowie ein amtlicher Ausweis zur Identifikation. Vor Ort wird der Termin für die zweite Impfung mitgeteilt, nach welcher den Geimpften das Covid-Zertifikat ausgehändigt wird.

Ausserhalb der genannten Zeitfenster am Dienstag und Freitag werden am Spital Nidwalden keine Impfungen durchgeführt. Weiterhin bieten aber Apotheken, Hausärzte und Kinderarztpraxen Impfungen für alle ab 12 Jahren an, dies auf vorgängige Anmeldung unter nw.impfung-covid.ch.

Impfung bietet effektivsten Schutz
Wissenschaftliche Studien belegen, dass die Impfung eine sehr hohe Schutzwirkung gegen eine Infektion mit Covid-19 und gegen schwere Komplikationen bietet, insbesondere auch gegen die aktuell vorherrschende Delta-Variante des Coronavirus. Geimpfte Personen weisen in der Regel einen höheren Gehalt an Antikörpern auf als dies etwa bei Personen nach einer durchgemachten Erkrankung festgestellt wird. Auch bei den Hospitalisierungen zeigt sich, dass in den allermeisten Fällen ungeimpfte Covid-19-Patienten von schweren Verläufen heimgesucht werden, noch deutlicher akzentuiert sich dieser Anteil bei Betroffenen, die auf der Intensivstation gepflegt werden müssen.

Klar ersichtlich ist ausserdem, dass sich zuletzt vor allem jüngere Personen bis 40-Jährige mit dem Coronavirus anstecken. Dies dürfte nebst der tieferen Impfquote in diesem Altersbereich auch auf die gelockerten Massnahmen und die Freizeit- und Reiseaktivitäten über den Sommer zurückzuführen sein. «Wir rufen die noch ungeimpfte Bevölkerung eindringlich dazu auf, sich impfen zu lassen. Dadurch schützen Sie sich selbst und Ihr Umfeld vor schweren Krankheitsverläufen, das Spitalpersonal vor einer drohenden und kaum mehr erträglichen Überlastung und die Wirtschaft vor neuerlichen Einschränkungen», betont Gesundheits- und Sozialdirektorin Michèle Blöchliger. «Wir alle wünschen uns, dass die Normalisierungsphase anhält und keine Rückkehr zu einschneidenden Massnahmen notwendig wird beziehungsweise bald alle Massnahmen aufgehoben werden können. Dazu leistet eine hohe Durchimpfungsrate einen entscheidenden Beitrag.»

Die Schweiz verfügt mittlerweile über eine mehr als 7-monatige Erfahrung mit den verwendeten Impfstoffen. Die bisher sehr rar eingegangenen Meldungen über unerwünschte Nebenwirkungen ändern laut der Schweizer Heilmittelbehörde Swissmedic das positive Nutzen-Risiko-Profil der Impfstoffe in keiner Weise.

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