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«Jede Impfung zählt!» – Nidwalden intensiviert Impfbemühungen

4. November 2021

Unter dem Motto «Jede Impfung zählt!» verstärkt der Kanton im Rahmen der nationalen Impfwoche und darüber hinaus sein Beratungs- und Impfangebot. Mit faktenbasierter Aufklärung sollen unschlüssige Personen vom positiven Nutzen einer Impfung gegen Covid-19 überzeugt werden. Konkret geht ein Impfmobil auf Tour, wird mit Arztpraxen eine Gratis-Hotline betrieben und lädt das Walk-in im alten Zeughaus mit einem Rahmenprogramm ein.

Vom 8. bis 14. November 2021 findet unter dem Motto «Gemeinsam aus der Pandemie» eine nationale Impfwoche von Bund und Kantonen statt. Auch der Kanton Nidwalden verstärkt nochmals seine Bemühungen, die noch unschlüssige oder zu wenig informierte Bevölkerung besser zu erreichen und über die möglichen schweren Folgen einer Infektion mit Covid-19 sowie über die Wirksamkeit der verwendeten Impfstoffe aufzuklären. «Leider wird rund um das Impfthema sehr viel geredet und geschrieben, welches sich nicht an wissenschaftlichen Fakten orientiert, und daher in der Bevölkerung Bedenken auslöst oder diese noch verstärkt», hält Gesundheits- und Sozialdirektorin Michèle Blöchliger fest. Dabei ist eine Impfung der sicherste Weg, um sich gegen eine Ansteckung und schwere Krankheitsverläufe zu schützen. Wenn Nebenwirkungen im Anschluss an eine Impfung gegen Covid-19 auftreten, was einer natürlichen Reaktion des Immunsystems entspricht, so fallen diese zumeist mild aus und sind nach ein bis drei Tagen vorbei. «Das ist nichts im Vergleich mit einem schweren Verlauf infolge einer Infektion. Die meisten von uns kennen inzwischen genügend Beispiele, in denen topfitte Menschen mit einem funktionierenden Immunsystem auf einmal kaum mehr einige Treppen hochkommen, ohne Atemprobleme zu kriegen. Und das nicht nur einige Tage, sondern über Wochen oder Monate», fügt Michèle Blöchliger an.

Der Weg aus der Pandemie führt hauptsächlich über eine ausreichend hohe Impfquote, die sowohl in Nidwalden wie auch gesamtschweizerisch noch nicht erreicht worden ist – im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern. Je mehr Menschen sich vom Nutzen einer Impfung überzeugen lassen, desto weniger kann das Coronavirus zirkulieren und desto wahrscheinlicher ist eine Rückkehr zur Normalität. Auch verringert sich mit einer Impfung das Risiko, schwer an Covid-19 zu erkranken, was sich positiv auf die Kapazitäten von Spitalbetten auswirkt und damit eine dringend notwendige Entlastung für das gesamte Gesundheitswesen, insbesondere für Mitarbeitende in der Intensivpflege, bringt.

Herzstück der Kampagne ist ein Beratungs- und Impfmobil

Unter der Federführung der Fachstelle Corona intensiviert der Kanton Nidwalden daher ab der Impfwoche und darüber hinaus sein Beratungs- und Impfangebot. Herzstück der Kampagne bildet ein fahrendes Mobil, das an verschiedenen Standorten in zahlreichen Gemeinden unterwegs sein wird (siehe Kasten zu Tourplan). Mit an Bord sind Fachpersonen, welche auf Fragen rund um die Covid-19-Krankheit und -Impfung verlässlich Auskunft geben können. Wer sich direkt vor Ort impfen lassen möchte, hat ebenfalls die Gelegenheit dazu. «Wir verstehen das Mobil als niederschwelliges Angebot. Selten war es so einfach, sich fachmännischen Rat zu holen und Fragen zu stellen. Wir ermuntern die Bevölkerung, dieses Angebot zu nutzen», betont Michèle Blöchliger. Die Beratungen und Impfungen sind kostenlos.

Derzeit können sich Personen ab 12 Jahren auf Voranmeldung in (Kinder-)Arztpraxen und in Apotheken sowie spontan und ohne Termin beim Walk-in im ehemaligen Zeughaus in Oberdorf impfen lassen. In der Regel ist das Walk-in am Dienstag und Freitag von 15 bis 20 Uhr geöffnet. In der Impfwoche selbst werden die Öffnungszeiten ausgedehnt. So findet am Mittwoch, 10. November, ein Impfmittag statt, am Freitag, 12. November, kann man sich an der Impfnacht mit musikalischer Unterhaltung bis um Mitternacht beraten und impfen lassen. Zusätzlich hat das Walk-in auch am Sonntag, 14. November, um die Mittagszeit geöffnet. An allen Tagen wird beratungs- oder impfwilligen Personen ein Verpflegungsangebot mit regionalen Produkten geboten. Ausserdem können impfwillige Personen mitbestimmen, welchen der drei zugelassenen Impfstoffe (Moderna, Pfizer/BioNTech, Janssen) sie erhalten, indem sie einen spezifischen Tag für ihren Besuch in der Impfwoche auswählen (siehe Kasten zu Programm). Während der Impfwoche stellen zudem alle drei Apotheken in Stans vom Anmeldemodus temporär auf Walk-in um. Also auch während den Öffnungszeiten der jeweiligen Apotheken können sich Personen ab 12 Jahren ohne Voranmeldung impfen lassen. Darüber hinaus berät auch das Personal von Apotheken noch unschlüssige Personen, die für ihren persönlichen Impfentscheid auf mehr Informationen angewiesen sind.

Ein weiterer Pfeiler der zusätzlichen Bemühungen, der Bevölkerung aus erster Hand Informationen zur Covid-19-Impfung zu bieten, stellt eine eigens für die Impfoffensive eingeführte Gratis-Hotline dar. Fachpersonal von lokalen Arztpraxen beantwortet vom 8. November bis 3. Dezember jeweils Montag bis Freitag von 8.00 bis 12.00 sowie 14.00 bis 17.00 Uhr am Telefon Fragen aus der heimischen Bevölkerung. Die Hotline ist unter Telefon 041 618 40 80 erreichbar. Sollte die Leitung eine gewisse Zeit besetzt sein, wird empfohlen, später nochmals anzurufen. Weiter wird der Kanton demnächst Gutscheine für eine kostenlose Beratung zur Covid-19-Impfung in Umlauf bringen. Diese können anschliessend in einer Nidwaldner Arztpraxis oder Apotheke nach Wahl eingelöst werden. Hierzu ist vorgängig ein Termin mit der gewünschten Beratungsstelle zu vereinbaren.

«Es ist uns bewusst, dass die Bevölkerung vom Thema Corona müde ist. Es geht uns allen gleich. Dennoch dürfen wir im Kampf gegen das tückische Virus nicht nachlassen. Jede schwere Erkrankung ist eine zu viel, häufig mit Leid verbunden und wirft uns auf dem Weg zur Normalität einen Schritt zurück. Wir haben in der Zwischenzeit einige Freiheiten zurückgewonnen, doch wir sind noch nicht am Ziel. Und im Moment entwickelt sich die epidemiologische Lage leider wieder in eine falsche Richtung», betont Gesundheitsdirektorin Michèle Blöchliger und appelliert an die Solidarität der Bevölkerung: «Jede Impfung zählt!»

Tourplan mobiles Beratungs- und Impfangebot für die Bevölkerung

  • Stans: 8.-12. November (BWZ), 13. November (Länderpark), 16. November (Spritzenhaus/Tellenmatt), 17. November (Herbstmärcht), 19. November (Länderpark und Jlge Bar), 26. November (Jlge Bar), 11./12. Dezember (Wiänachtsmärcht)
  • Buochs: 13. November (Parkplatz Seefeld)
  • Wolfenschiessen: 14. November (Kilbi-Bazar), 22. November (Bahnhof)
  • Hergiswil: 23. November (Bahnhof und Grossmatt)
  • Emmetten: 26. November (Volg)
  • Dallenwil: 27./28. November (Talstation Luftseilbahn Dallenwil-Wirzweli),
    30. November (Bahnhof)
  • Ennetbürgen: 27. November (Kirche)
  • Stansstad: 29. November und 7. Dezember (Bahnhof)
  • Beckenried: 10. Dezember (Schiffstation)

Der Tourplan kann noch Änderungen erfahren. Die aktuellen Standorte und
genauen Präsenzzeiten entnehmen Sie der Webseite www.nw.ch/impfwoche

 

Programm Impfwoche beim alten Zeughaus in Oberdorf

Dienstag 9. November, von 15.00 bis 20.00 Uhr

  • Impfstoff Moderna und Pfizer

Mittwoch, 10. November, Impf-Mittag von 11.00 bis 14.00 Uhr

  • Impfstoff Moderna und Janssen

Freitag, 12. November, Impf-Nacht von 15.00 bis 24.00 Uhr

  • Impfstoff Moderna und Pfizer
  • Musikalische Unterhaltung ab 19.30 Uhr mit Kapelle Reto Blättler und
    DJ Cinque Dento (Senkel)

Sonntag, 14. November, von 10.00 bis 14.00 Uhr

  • Impfstoff Moderna

An allen Tagen wird den beratungs- und impfwilligen Besucherinnen und
Besuchern ein Verpflegungsangebot mit feinen regionalen Produkten geboten.

Alle relevanten Informationen zur Impfwoche und zum erweiterten Beratungs- und Impfangebot in Nidwalden finden Sie unter www.nw.ch/impfwoche.

Bild Impfmobil
Das Beratungs- und Impfmobil wird für seine Tour ab 8. November vorbereitet.

Zugehörige Objekte

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