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Kanton zieht mehrheitlich positive Bilanz über die Impfwoche

15. November 2021

Die noch unschlüssige Bevölkerung faktenbasiert über die Covid-19-Impfung aufklären und die Impfquote erhöhen: dies waren die Ziele der Impfwoche in Nidwalden. Das Fazit ist grundsätzlich positiv und die Bemühungen gehen weiter. Das Beratungs- und Impfmobil macht in weiteren Gemeinden Halt, zudem wird das Angebot der Gratis-Hotline fortgeführt.

Mit einem an verschiedenen Standorten eingesetzten Mobil, mit einer Gratis-Hotline von lokalen Arztpraxen sowie Walk-in in den Apotheken und einem Rahmenprogramm beim Walk-in-Standort im alten Zeughaus in Oberdorf hat der Kanton Nidwalden in der nationalen Impfwoche die Bevölkerung auf das erweiterte Beratungs- und Impfangebot aufmerksam gemacht. Das Gesundheitsamt zieht eine mehrheitlich positive Bilanz. «Wir haben viele noch ungeimpfte Personen erreicht, die sich dankbar zeigten, aus erster Hand verlässliche Informationen rund um die Impfung gegen Covid-19 zu erhalten. Und häufig konnten auch falsche Bedenken beseitigt werden», hält Gesundheits- und Sozialdirektorin Michèle Blöchliger fest. So wurde etwa die Behauptung entkräftet, die eingesetzten Impfstoffe würden das Risiko von Unfruchtbarkeit erhöhen. Dank den verstärkten Bemühungen konnten auch mehr Erstimpfungen verzeichnet werden als zuletzt. So liessen sich vergangene Woche rund 200 Personen in Nidwalden ein erstes Mal impfen. Dies sind doppelt so viele wie in der Vorwoche. Michèle Blöchliger: «Es wäre wünschenswert gewesen, wenn sich noch mehr Nidwaldnerinnen und Nidwaldner vom Nutzen der Impfung hätten überzeugen lassen. Man kann es aber auch so sehen: Zahlreiche Personen haben einen kleinen, aber wichtigen Beitrag zur Immunisierung der Bevölkerung geleistet. Daher halten wir es so wie in unserer Botschaft zur Impfwoche: Jede Impfung zählt!» Mittlerweile gelten 68.1 Prozent der Nidwaldner Bevölkerung, die sich theoretisch impfen lassen können, als vollständig geimpft.

Das Motto «Jede Impfung zählt!» gilt weiterhin. Daher werden die zusätzlichen Anstrengungen in den kommenden Wochen fortgesetzt. Das Beratungs- und Impfmobil macht noch bis zirka Mitte Dezember in den meisten Gemeinden Halt und klärt unschlüssige oder unsichere Personen über die Sicherheit, Wirksamkeit und Nebenwirkungen einer Covid-19-Impfung auf. Auch Erst- und Zweitimpfungen sind direkt vor Ort möglich. Dieses niederschwellige Angebot ist für die Bevölkerung kostenlos, es braucht keine Voranmeldung. Der Tourplan des Impfmobils ist unter www.nw.ch/impfwoche ersichtlich. Auch bleibt die Gratis-Hotline, über welche Fachpersonen von lokalen Arztpraxen Auskunft zu Fragen rund um die Impfung geben, bis am 3. Dezember im Einsatz. Sie ist von Montag bis Freitag von 8.00 bis 12.00 und 14.00 bis 17.00 Uhr unter Telefon 041 618 40 80 erreichbar. Zudem können sich Impfwillige online unter nw.impfung-covid.ch für einen bestimmten Impftermin in (Kinder-)Arztpraxen oder Apotheken anmelden. Erstimpfungen ohne Anmeldung sind im alten Zeughaus in Oberdorf weiterhin jeden Dienstag und Freitag von 15.00 bis 20.00 Uhr möglich. Ab 19. November 2021 gilt dies auch für Auffrischimpfungen. Ab diesem Zeitpunkt wird sowohl für Erst- als auch Auffrischimpfungen jeweils am Dienstag ausschliesslich der Impfstoff von Pfizer/BioNTech angeboten und freitags ausschliesslich der Impfstoff Moderna.

Auffrischimpfungen, die frühestens sechs Monate nach der vollständigen Impfung erfolgen können, sind aktuell Personen über 65 Jahren vorbehalten und empfohlen. Neben Ausweis und Krankenkassenkarte ist ein Nachweis der vollständigen Impfung mitzubringen. Alternativ führen auch Arztpraxen und Apotheken Auffrischimpfungen mit den beiden Impfstoffen durch. Die Liste der Impfstellen sowie Informationen zur Anmeldung sind unter www.nw.ch/coronaimpfung ersichtlich.

Ungeimpfte Personen benötigen häufiger Spitalpflege
Die nationalen Statistiken zu den Covid-19-Patienten, die schwer erkranken und im Spital behandelt werden müssen, zeigen deutlich auf, dass ungeimpfte Personen wesentlich häufiger davon betroffen sind. Seit Anfang November und auch schon zuvor bewegte sich der Anteil von nicht geimpften Personen an allen Hospitalisationen zumeist gegen 60 Prozent, jener der vollständig geimpften Personen um zirka 30 Prozent, den Rest machen nicht eruierte Stati und teilweise geimpfte Personen aus. Diese Zahlen sind auch in Relation zu stellen mit der gesamtschweizerischen Quote von vollständig geimpften Personen, die mittlerweile rund 64.5 Prozent beträgt. Obwohl also ein grösserer Teil der Bevölkerung geimpft ist, müssen mehrheitlich ungeimpfte Personen Spitalpflege in Anspruch nehmen. Besonders markant ist dieser Unterschied bei Personen zwischen 20 und 60 Jahren, wo Ungeimpfte derzeit im 7-Tages-Schnitt rund 90 Prozent der Hospitalisationen ausmachen. «Diese Statistik zeigt eindrücklich den Nutzen einer Impfung auf. Zwar gibt es keine vollständige Garantie, nicht an Covid-19 zu erkranken, doch der Verlauf ist bei geimpften Erwachsenen viel milder und das Übertragungsrisiko geringer», hält Michèle Blöchliger fest.

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