So wenige Kinder in der Volksschule wie seit 50 Jahren nicht mehr

15. Juni 2022

Die Zahl der Schülerinnen und Schüler in der Volksschule liegt im Schuljahr 2021/22 auf einem Tiefststand seit Beginn der Erhebungen vor rund 50 Jahren. Dies geht aus der neusten Bildungsstatistik hervor. Die im Kanton Nidwalden abgeschlossenen Lehrverhältnisse sind in den vergangenen Jahren konstant geblieben.

Im zu Ende gehenden Schuljahr 2021/22 ist die Zahl der Schülerinnen und Schüler im Kindergarten und in der Primar- sowie Orientierungsschule in Nidwalden auf 5'057 (Vorjahr: 5'098) gesunken. Dies entspricht einem Tiefststand seit Beginn der statistischen Erhebung im Schuljahr 1970/71. Der Rückgang geht mit dem Bevölkerungsanteil der unter 20-Jährigen einher, bei welchem Nidwalden fast den tiefsten Wert aller Kantone aufweist. Nidwalden und Obwalden sind überdies die einzigen Kantone, in denen es im Pandemiejahr 2021 einen Geburtenrückgang gab. Schweizweit kamen 4.1 Prozent mehr Babys auf die Welt – gesamthaft 89 400. Eine solche Zunahme ist seit 1988 nicht mehr verzeichnet worden.

In den vergangenen Jahren wurden im schulischen Umfeld vermehrt Kinder mit einer geistigen Behinderung heilpädagogisch begleitet. Der Anstieg seit 2012/13 beträgt 91 Prozent. Von 86 Kindern im Schuljahr 2021/22 (Vorjahr: 79) wurden 43 integrativ in den Gemeindeschulen unterrichtet und heilpädagogisch unterstützt. Die andere Hälfte wurde in der Heilpädagogischen Schule in Stans betreut.

Schülerzahlen am Kollegium seit drei Jahren rückläufig
Die Anzahl Schülerinnen und Schüler am Kollegium hat im Schuljahr 2021/22 erneut abgenommen von 469 auf 464. Dieser Trend setzt sich seit dem Schuljahr 2019/20 fort. Seit rund zehn Jahren steigt auf der Sekundarstufe II der Anteil der Jugendlichen in der beruflichen Grundbildung, im aktuellen Schuljahr von 63.5 auf 65 Prozent. Auch deshalb sind die im Kanton Nidwalden abgeschlossenen Lehrverhältnisse über die vergangenen Jahre konstant geblieben. Es wählen inzwischen aber weniger Jugendliche Berufe im kaufmännischen und Detailhandelsbereich. Das Angebot an Lehrstellen im Kanton Nidwalden selbst ist in diesen Bereichen stabil geblieben.

Das Brückenangebot, welches aus der Schule getretene Jugendliche und junge Erwachsene bei der Berufsfindung, Ausbildungsplatzsuche, Festigung von schulischen Kompetenzen und der Persönlichkeitsentwicklung unterstützt, wurde in den letzten Jahren verhältnismässig weniger in Anspruch genommen. Die Anzahl Schülerinnen und Schüler ist im laufenden Schuljahr auf 29 gesunken gegenüber 36 im Vorjahr und 41 im Schuljahr 19/20. Von den 29 Schülerinnen und Schülern im Brückenangebot nutzen deren 13 das integrative Brückenangebot, welches insbesondere darauf abzielt, sprachliche Defizite von ausländischen Jugendlichen zu beheben.

→ Die Bildungsstatistik 2021/2022 mit weiteren interessanten Zahlen rund um das Nidwaldner Bildungswesen ist unter www.nw.ch/bildungsstatistik abrufbar.

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