Kopfzeile

Inhalt

Kurzarbeit infolge Coronavirus

1. Allgemeines

Mit der Kurzarbeitsentschädigung (KAE) deckt die Arbeitslosenversicherung (ALV) den von Kurzarbeit betroffenen Arbeitgebern über einen gewissen Zeitraum einen Teil der Lohnkosten. Damit soll verhindert werden, dass infolge kurzfristiger und unvermeidbarer Arbeitsausfälle Kündigungen ausgesprochen werden.

Die wichtigsten Änderungen in Kürze

Um Arbeitsplätze zu sichern und Covid-bedingte Entlassungen weiterhin zu vermeiden, sollen die Leistungen der Arbeitslosenversicherung (ALV) im Bereich der Kurzarbeitsentschädigung wieder gezielt erweitert werden.

Der Bundesrat hat entschieden, das vereinfachte Verfahren für die Voranmeldung von Kurzarbeit sowie das summarische Verfahren für die Abrechnung der KAE beizubehalten und bis 31. März 2021 zu verlängern. Daher gilt weiterhin bis am 31. März 20201 zur Abwicklung der KAE einzig der «Prozess KAE COVID-19» und es sind für KAE ausschliesslich die eServices (neu!) und COVID-19-Formulare zu verwenden, unabhängig von der Begründung der KAE.

Der Bundesrat bzw. das Parlament, hat am 18. Dezember 2020 die Änderung und Verlängerung der COVD-19-Verordnung Arbeitslosenversicherung beschlossen. Dabei soll aufgrund der angespannten Arbeitsmarktlage und der epidemieologischer Entwicklung die Kurzarbeitsentschädigung erneut teilweise befristet erweitert werden. Die COVID-Verordnung Arbeitslosenversicherung (SR 837.003) wurde erneut entsprechend angepasst.

Bitte beachten Sie folgende wesentlichen Punkte:

  • Weiterhin keinen Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung haben:
    arbeitgeberähnliche Personen und Ehepartner/-innen sowie eingetragene Partner/-innen von Geschäftsinhaber/-innen (bereits aufgehoben auf 01.06.2020) sowie temporär Angestellte (Aufhebung auf 01.09.2020)
  • Neu ausserordentlich anspruchsberechtigt per 01.01.2021 bis voraussichtlich 30.06.2021 sind befristet angestellte Personen,
  • subsidiärer Anspruch für Lernende vom 01.01.2021 bis 30.06.2021
  • weiterhin anspruchsberechtigt sind Mitarbeiter/in auf Abruf in unbefristeten Arbeitsverhältnissen sowie Berufsbildner/in (bis 30.06.2021)
  • Beibehaltung des vereinfachten summarischen Verfahrens bis 31.03.2021
  • Beibehaltung der seit dem 1. Juni 2020 erneut geltenden Voranmeldefrist von 10 Tagen
  • Erlass des monatlichen Karenztages beim Bezug auf Kurzarbeitsentschädigung rückwirkend auf den 01.09.2020. Diese gilt auch bei bereits laufenden Bewilligungen. Sie brauchen nichts zu unternehmen. Die Arbeitslosenversicherung wird Ihre Abrechnung nach definitiven Entscheid des Bundesrates von sich aus anpassen und im Sinne der Gleichbehandlung die Differenz für die Karenztage ausbezahlen.
  • Mehrstunden: Mehrstunden, die ausserhalb von Kurzarbeitsphasen aufgebaut werden, sollten weiterhin vorübergehend nicht von den Arbeitsausfällen abgezogen werden müssen. Dies hat der Bundesrat am 18. August 2020 beschlossen. Diese Regelung wird verlängert und gilt bis 31. März 2021.
  • Zwischenbeschäftigung: Das Einkommen aus einer Zwischenbeschäftigung wird weiterhin nicht an die Kurzarbeitsentschädigung angerechnet. Dies hat der Bundesrat am 18. Dezember 2020 beschlossen. Diese Regelung wird verlängert und gilt bis 31. März 2021.
  • Nichtberücksichtigung der Anrechenbarkeit der Abrechnungsperioden, für die der Arbeitsausfall mehr als 85 % der betrieblichen Arbeitszeit beträgt, zwischen 01.03.2020 bis 31.03.2021

Die wichtigsten aktuellsten weiteren Informationen und Änderungen im Bezug auf Kurzarbeit ab 01.09.2020 finden Sie auf www.arbeit.swiss.

Neu:
Viele Selbständigerwerbende und Personen in arbeitgeberähnlichen Stellung, die keinen Anspruch auf Kurzabeitsentschädigung haben, sind nach wie vor erneut von den Massnahmen gegen das Corona-Virus stark betroffen. Deshalb hat der Bundesrat am 4. November 2020 beschlossen, die Corona Erwerbsersatzentschädigung auch für indirekt betroffene Selbständigerwerbende und Personen in arbeitgeberähnlichen Stellung zu verlängern. Diese neue Regelung tritt rückwirkend auf den 17. September 2020 in Kraft und ist befristet bis 30. Juni 2021.
Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung bei Betriebsschliessung und bei Veranstaltungsverbot sowie Selbständigerwerbende und Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung mit massgeblicher Umsatzeinbusse können bei der zuständigen Ausgleichskasse Erwerbsausfallentschädigung beantragen. Nehmen Sie mit Ihrer zuständigen Ausgleichskasse Kontakt auf. Weitere Informationen finden Sie auf www.aknw.ch

2. Ablauf

1. Schritt

Das Verfahren um Antrag auf Kurzarbeit geschieht zweistufig. Für die Voranmeldung und Bewilligung für Kurzarbeit im Kanton Nidwalden ist das Arbeitsamt zuständig, für die Abrechnung und Auszahlung der beantragten Kurzarbeit die Arbeitslosenkasse Obwalden Nidwalden.

Als Arbeitgeber müssen Sie die geplante Kurzarbeit /Verlängerung der Kurzarbeit schriftlich melden (Voranmeldung). Eine rückwirkende Anmeldung ist nicht möglich.

Wir empfehlen Ihnen, die Voranmeldung online mittels eService einzureichen. Sie finden diese unter www.arbeit.swiss.ch

Alternativ haben Sie die Möglichkeit, das Formular «COVID-19 Voranmeldung Kurzarbeit» im Excelformat herunterzuladen. Es ist von Ihnen als Unternehmen auszufüllen, zu unterzeichnen und im Anschluss per Mail dem Arbeitsamt zuzustellen: arbeitsamt@nw.ch (oder postalisch an folgende Adresse: Arbeitsamt, Stansstaderstrasse 54, Postfach 1251, 6371 Stans). Das Formular «COVID-19 Voranmeldung Kurzarbeit» finden Sie unter Online-Formulare (siehe unten) oder auf www.arbeit.swiss.

Sie erhalten anschliessend so schnell wie möglich eine Verfügung vom Arbeitsamt. Bei Fragen stehen Ihnen die Mitarbeiter des Arbeitsamtes zur Verfügung unter 041 618 76 54.

Die Voranmeldung muss 10 Tage vor Beginn der beantragten Kurzarbeit eingereicht werden.
Es gilt das Versanddatum des E-Mails bzw. der Poststempel resp. das Einreichdatum beim eService. Auf dem Formular müssen Sie angeben, bei welcher Arbeitslosenkasse Sie die Kurzarbeitsentschädigung abrechnen möchten.

2. Schritt

Nach Erhalt des Entscheides des Arbeitsamtes wird die von Ihnen gewählte Arbeitslosenkasse sich so schnell als möglich mit Ihnen in Verbindung setzen betreffend weiteres Vorgehen.

Die Abrechnung der Kurzarbeitsentschädigung erfolgt über die gewählte Arbeitslosenkasse. Wir empfehlen Ihnen, den Antrag und die Abrechnung mit dem Online-Tool Antrag/Abrechnung Kurzarbeit KAE einzureichen.

https://www.job-room.ch/home/company 
Zu "Services - Einfache digitale Übermittlung" scrollen und dann mit einem Klick auf "Antrag/Abrechnung Kurzarbeit KAE".
Auch bereits registrierte Betriebe müssen sich neu registrieren, weil der Einstiegspunkt zum Online-Formular ab dem 25. September 2020 über das Portal www.job-room.ch erfolgt.

Alternativ können Sie dazu das entsprechende ausserordentliche Formular «Antrag auf Abrechnung Covid-19» für die Abrechnung verwenden. Sie finden es auf www.arbeit.swiss oder die Arbeitslosenkasse Obwalden Nidwalden wird es Ihnen zustellen. Vollständig eingereichte Unterlagen erleichtern der Arbeitslosenkasse Obwalden Nidwalden die Arbeit, um eine effiziente und schnelle Dienstleistung und Auszahlung tätigen zu können.

  • Die Arbeitslosenkasse (freie Wahl der Kasse durch den Arbeitgeber) ist für die Auszahlung zuständig.
  • Weitere Informationen und notwendige Formulare finden Sie unter www.arbeit.swiss

Achtung:
Der Antrag auf Kurzabeitsentschädigung ist nach Ablauf jeder Abrechnungsperiode (Kalendermonat) innert drei Monate bei der zuständigen Arbeitslosenkasse einzureichen, ansonsten verfällt der Anspruch. Ein Einsprache- oder Beschwerdeverfahren gegen den Entscheid des Arbeitsamtes (Bewilligung Kurzarbeit) unterbricht diese Frist nicht.

Bei Fragen zur Auszahlung von Kurzarbeitsentschädigung wenden Sie sich bitte an die Arbeitslosenkasse: info@alkownw.ch oder unter 041 632 33 44.

Wichtiger Hinweis zu Kennzahlen
Aktuelle Kennzeichen von Nidwalden finden Sie unter www.amstat.ch.

Zugehörige Objekte

Name Vorname FunktionKontakt
Name Telefon Kontakt
Volkswirtschaftsdirektion
Name
Voranmeldung Kurzarbeit Covid-19 Download
Name Download