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Agglomerationsprogramm Nidwalden

Zuständige Direktion: Baudirektion
Zuständige Amtsstelle: Direktionssekretariat der Baudirektion
Verantwortlich: Müller, Regina

Kartenausschnitt


DAS AGGLOMERATIONSPROGRAMM NIDWALDEN – EIN SCHRITT IN DIE ZUKUNFT
Mt dem Agglomerationsprogramm Nidwalden haben sich der Kanton und die Gemeinden anspruchsvolle Ziele gesetzt, von deren Erreichung die künftige Stärke des Lebensraumes in der Region abhängt. Nidwalden soll im schweizerischen Standortwettbewerb bestehen können und seine jetzige Lebensqualität bewahren. Das Agglomerationsprogramm Nidwalden zeigt auf, wie sich die Siedlungs- und Landschaftsstrukturen sowie die wesentlichen Verkehrsinfrastrukturen in den nächsten 20 Jahren entwickeln sollen, damit Nidwalden als Wohn- und Arbeitsort attraktiv bleibt und die Lebensqualität in diesem Raum für die heutigen und künftigen Generationen erhöht werden kann. Dazu werden Massnahmnen bzw. Massnahmenpakete in den Bereichen Siedlung, Verkehr und Landschaft vorgeschlagen, die unter der Federführung der zuständigen Behörde und in Zusammenarbeit mit den beteiligten Akteuren etappiert (A-Massnahmen: 2015-2018 / B-Massnahmen: 2019-2022 / C-Massnahmen ab 2023) umgesetzt werden.

Weshalb ein Agglomerationsprogramm für Nidwalden?
Das Agglomerationsprogramm ist in erster Linie ein räumliches Entwicklungskonzept mit Massnahmen zur Umsetzung einer Gesamtstrategie, welche einer nachhaltigen, koordinierten Verkehrs- und Raumordnungspolitik dient. Den Behörden des Kantons Nidwalden und der Gemeinden sollen Entscheidungsgrundlagen und Massnahmen für eine aus Sicht von Gesellschaft, Umwelt und Wirtschaft verträgliche und koordinierte Entwicklung zur Verfügung gestellt werden. Die Attraktivität Nidwaldens soll auch in Zukunft erhalten und gestärkt werden, ohne dass die Verkehrs- und Umweltprobleme überhand nehmen. Deshalb ist es notwendig, die Siedlungs-, Verkehrs- und Landschaftsentwicklung besser und über die Gemeindegrenzen hinaus aufeinander abzustimmen.

Lebensqualität trotz starkem Wachstum erhalten
Im Kanton Nidwalden entwickelt sich die Bevölkerungszahl überdurchschnittlich stark. Die Siedlungsentwicklung und das Verkehrsaufkommen sind eng miteinander verknüpft. Neue Wohnungen und Arbeitsplätze verursachen zusätzlichen Verkehr – wie dieser aussehen wird, hängt davon ab, wo die Siedlung in Zukunft wachsen wird. Die Pendlerbewegungen im motorisierten Individualverkehr sowie im öffentlichen Verkehr (ÖV) haben zugenommen, was zu Kapazitätsengpässen auf Strasse und Schiene führt. Die Folge sind Staus, Behinderungen des strassengebundenen ÖV, eine Abnahme der Verkehrssicherheit, vor allem für den Langsamverkehr, sowie eine Zunahme der Umweltbelastungen bezüglich Luft und Lärm. Ohne Massnahmen werden sich diese Probleme aufgrund des erwarteten Bevölkerungswachstums von rund 12% bis ins Jahr 2030 noch verschärfen und können zu einer erheblichen Verschlechterung der Lebensqualität und Attraktivität des Raums Nidwalden führen. Dieser Entwicklung soll mit den im Agglomerationsprogramm vorgeschlagenen Massnahmen entgegengewirkt werden.

Wie soll sich Nidwalden bis 2030 räumlich entwickeln?
Das Agglomerationsprogramm soll einen Beitrag zur haushälterischen Bodennutzung leisten und bei der Siedlungsentwicklung eine Trendwende einläuten. Denn je stärker die Siedlungen in schlecht erschlossenen Gebieten wachsen, desto grösser ist der Bedarf an zusätzlicher Strasseninfrastruktur und an neuen Angeboten im öffentlichen Verkehr – und desto höher sind die Kosten für Bund, Kanton und Gemeinden. Das Agglomerationsprogramm Nidwalden will mit 22 vernetzten, zukunftsfähigen und nachhaltigen Massnahmenpaketen eine gute Erschliessung für Wirtschaft und Gesellschaft bei kleiner Belastung für die Umwelt und tragbaren Kosten ermöglichen.

Mitwirkung und Einreichung beim Bund
Wie soll sich der Kanton Nidwalden in den kommenden 20 Jahren entwickeln? Der Regierung war es ein Bedürfnis, die Meinung der Nidwaldnerinnen und Nidwaldner zum Agglomerationsprogramm zu erfahren und eine breite Diskussion auszulösen. In diesem Sinne fand von Juli bis Ende September 2011 eine Öffentliche Mitwirkung statt, in welcher interessierte Personen zum Agglomerationsprogramm Nidwalden Stellung nehmen konnten.

Zudem orientierte der Regierungsrat anlässlich der Informationsveranstaltung vom Mittwoch, 24. August 2011 in der Mehrzweckhalle der Kaserne Wil in Oberdorf über das Agglomerationsprogramm und die geplanten Massnahmenpakete. Des Weiteren fand am 15. November 2011 im Pestalozzisaal in Stans eine Informationsveranstaltung zum Entwicklungsschwerpunkt Stans West statt.

Das Agglomerationsprogramm wurde basierend auf den Ergebnissen des Mitwirkungsverfahrens angepasst und am 13. Dezember 2011 vom Regierungsrat definitiv verabschiedet, bevor es Ende 2011 beim Bund zur Prüfung eingereicht wurde.

Prüfung durch den Bund
Im Rahmen des Prüfprozesses (2012/2013) wird das Agglomerationsprogramm durch den Bund hinsichtlich seiner Gesamtwirkung beurteilt. Bei positivem Prüfergebnis werden zwischen Bund und Trägerschaft (Kanton), voraussichtlich 2014, Leistungs- und Finanzierungsvereinbarungen abgeschlossen. Diese stellen  die Beitragszahlungen durch den Bund sowie die Realisierung der Massnahmen sicher. Parallel zum Prüfprozess des Bundes werden seitens der zuständigen kommunalen und kantonalen Behörden die Vorbereitungen (Planungen, Finanzierungen etc.) für die Umsetzung der Massnahmen ab 2015 getroffen.

Videos zum Agglomerationsprogramm:
Agglomerationsprogramm Nidwalden: Wie soll sich Nidwalden bis 2030 entwickeln?
Agglomerationsprogramm Nidwalden: Mobilität und Verkehr
Agglomerationsprogramm Nidwalden: Siedlung und Landschaft