Willkommen auf der Website der Gemeinde Kanton Nidwalden



Sprungnavigation

Von hier aus k?nnen Sie direkt zu folgenden Bereichen springen:
Startseite Alt+0 Navigation Alt+1 Inhalt Alt+2 Suche Alt+3 Inhaltsverzeichnis Alt+4 Seite drucken PDF von aktueller Seite erzeugen
Druck VersionPDF

Gewässer - Zustand Vierwaldstättersee

Zuständige Direktion: Landwirtschafts- und Umweltdirektion
Zuständige Amtsstelle: Amt für Umwelt
Verantwortlich: Schager, Eva

Der Vierwaldstättersee ist der bedeutendste See im Kanton Nidwalden, mit einem Anteil an der Uferlänge von ca. 40 km. Ausserdem befinden sich auf dem Kantonsgebiet Trüebsee, Lutersee, Dürrensee sowie die Staubecken Bannalpsee und Chäppelistutz. Neben ihrer Bedeutung für die Gewässerlebewesen sind diese Gewässer auch prägende Elemente der Landschaft und gern besuchte Erholungsräume für den Menschen.
Die Gewässerschutzbelange des Vierwaldstättersees und seines Einzugsgebietes werden von den Anrainerkantonen Luzern, Schwyz, Uri, Obwalden und Nidwalden seit der Gründung der Aufsichtskommission Vierwaldstättersee (AKV) 1989 gemeinschaftlich geregelt. Im Auftrag der AKV werden regelmässig Untersuchungen zur Wasserqualität durchgeführt. Neben der Dokumentation der Wasserqualität, können damit Trends in der Entwicklung der wichtigen Wasserinhaltsstoffe sichtbar gemacht und ein rechtzeitiges Reagieren auf unerwünschte Veränderungen ermöglicht werden. Analog dem ökomorphologischen Zustand der Fliessgewässer wurde 2008 die Beschaffenheit der Ufer des Vierwaldstättersees bewertet.

Seeuferzustand
Der Vierwaldstättersee und seine Ufer gehören seit 1983 zum Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung (BLN-Gebiet). Seither werden wertvolle Uferabschnitte in Flachwassergebieten besser geschützt und aufgewertet. Im Sommer 2008 wurden 96 des rund 150 Kilometer langen Seeufers auf dessen Naturnähe bewertet. Die Resultate zeigen, dass ein grosser Anteil der Ufer in einem unbefriedigendem Zustand ist. Im Nidwaldner Anteil des Seeufers nehmen naturfremde und künstliche Uferbereiche ca. 50% ein.
Mit der Seeuferbewertung können einerseits Eingriffe in die Ufer- und Flachwasserzonen beurteilt werden. Andererseits kann sie auch herangezogen werden, um das Verbesserungspotenzial von Uferabschnitten zu erfassen.
Im Zuge der strategischen Planungen zur Revitalisierung der Gewässer werden zukünftig jene Uferbereiche ausgeschieden, die sich für eine Aufwertung besonders eignen.

Hydrologie
Der Pegel des Vierwaldstättersees wird bei den Messstationen des Bundesamtes für Umwelt in Luzern sowie Brunnen erfasst. Die Funktionsweise des Nadelwehrs zur Regulierung des Seespiegels in Luzern ist bei der Fachstelle Verkehr und Infrastruktur des Kantons Luzern dokumentiert. Fragen zum Wasserstand bzw. zum Reusswehr können an die Adresse vif@lu.ch gesendet werden.

Chemisch-physikalische Wasserqualität und Biologie
Die Wasserqualität im See ist heute gut. Durch den Ausbau der Abwasserreinigungsanlagen ist die Phosphorkonzentration im See zurückgegangen. Mit einer Konzentration von 3 bis 5 Milligramm Phosphor pro Kubikmeter entspricht sie heute den natürlichen, nährstoffarmen Verhältnissen eines Voralpensees. Die Abwasserreinigungsanlagen halten jedoch Stickstoffverbindungen ungenügend zurück und auch die Zufuhr aus der Landwirtschaft und der Luft hat zugenommen. Seit der ersten Hälfte der 1960er Jahre ist die Nitratkonzentration in allen Seebecken angestiegen. Am höchsten ist sie im Alpnachersee, wo der Eintrag aus der Landwirtschaft und den Kläranlagen im Einzugsgebiet besonders hoch ist. Auch Spurenstoffe werden mit der heutigen Abwasserreinigungstechnik nicht oder nur unvollständig abgebaut. Mit dieser noch wenig untersuchten Problematik befasst sich das Projekt Spurenstoffe, das im Rahmen der AKV erarbeitet wird.
Zur Überwachung der Wasserqualität finden jährliche Kontrollen durch das Wasserinstitut der ETH (eawag Kastanienbaum) im Becken Obermatt statt. Dabei werden Temperatur- und Leitfähigkeitsprofile in der Wassersäule sowie Sauerstoff- und Nährstoffkonzentrationen gemessen. Aufgrund der guten Wasserqualität konnte das ehemals sehr umfangreiche Messprogramm markant reduziert werden.
Jährlich finden zu Beginn der Badesaison Badewasserkontrollen statt. Die Resultate der letzten Jahre zeigen, dass durchwegs gute Badebedingungen an den Badestellen im Kanton Nidwalden vorherrschen.
Im Rahmen der AKV wurden weiter Erhebungen zu Wasserpflanzen sowie Auswertungen der Planktonsituation im Vierwaldstättersee durchgeführt.

Themenbezogene Links
Hydrologie/Pegel Vierwaldstättersee Luzern, Bundesamt für Umwelt (BAFU)                                                        
Hydrologie/Pegel Vierwaldstättersee Brunnen, Bundesamt für Umwelt (BAFU)
Aufsichtskommission Vierwaldstättersee (AKV)


zur Übersicht