Familienforschung im Staatsarchiv
Während im Zivilstandsamt die aktuellen Register geführt werden, bewahrt das Staatsarchiv ältere Quellen zur Familienforschung auf. Die wichtigsten sind die Stammbücher.
Stammbücher In den Stammbüchern sind die Stammbäume aller alten Nidwaldner Familien aufgeführt. Die Ahnenreihen reichen von etwa 1930 oft bis ins Spätmittelalter zurück. Die Stammbücher eignen sich hervorragend als Startpunkt für die Erforschung der Familiengeschichte. Zivilstandsregister Seit 1850 führen die Gemeinden die Zivilstandsregister, in denen Geburten, Ehen und Todesfälle in chronologischer Reihenfolge verzeichnet sind. Die einzelnen Bände sind mit alphabetischen Registern erschlossen. Bis Ende des 19. Jahrhunderts entsprachen die Zivilstandskreise den Pfarreien. Kirchenbücher Vor 1850 führten die Pfarrer die Tauf-, Ehe- und Sterbebücher für ihre Kirchengemeinden. Diese reichen bis ins 16. oder 17. Jahrhundert zurück, haben aber lückenlos. Die Kirchenbücher haben keine Namenregister. Folgende Kirchenbücher sind erhalten:
Weitere Quellen und Hilfsmittel Weiteres Archivgut kann die Forschung bereichern: Jahrzeitbücher, Akten der kantonalen Behörden, Informationen zu Grundeigentum (Grundbuch, Gültprotokoll), Privatarchive und Zeitungen. In der Fachbibliothek des Staatsarchivs finden Sie eine Reihe von Nachschlagewerken zur Genealogie und zur Wappenkunde sowie zahlreiche familiengeschichtliche und biographische Arbeiten. _______________________________________________________________________________________ Familienforschung ist sehr zeitaufwändig. Während eine Ahnenliste aus dem Stammbuch recht schnell erstellt ist, dauern weitere Recherchen lange. Die folgenden Hinweise unterstützen Sie bei Ihrer Recherche:
Hinweise zum Vorgehen Ihre Familie ist der beste Ausgangspunkt: Umfragen bei Eltern, Grosseltern und weiteren Verwandten führen zu ersten Angaben über Lebensdaten, Herkunft und Verwandtschaftsverhältnissen. Familienbüchlein, Fotografien und Unterlagen aus dem Familienarchiv ergänzen die Lebensdaten. Weiter zurückreichende Ahnenlisten können aus dem Stammbuch erstellt werden. Dafür benötigen Sie möglichst viele Lebensdaten Ihrer Vorfahren. Für den Einstieg ideal sind Daten aus der Zeit zwischen 1850 und 1930.
Familienforschung im Staatsarchiv Das Staatsarchiv stellt die familiengeschichtlichen Quellen im Rahmen des Datenschutzes zur Verfügung. Stamm- und Kirchenbücher können aus konservatorischen Gründen nur auf Mikrofilm benützt werden. Kenntnisse der deutschen Kurrentschrift sind notwendig. Für die Arbeit mit den Quellen steht Ihnen der Lesesaal mit Mikrofilm-Lesegeräten zur Verfügung. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter helfen Ihnen gerne bei Fragen, können aber die Nachforschungen nicht an Ihrer Stelle durchführen. Auszüge aus dem Stammbuch Wenn Sie die Recherchen nicht selbst durchführen können, können Sie eine einfache Ahnenliste oder ein Familienblatt bestellen. Mit Wartezeiten ist jedoch zu rechnen. Ahnenlisten und Familienblätter sind kostenpflichtig. Sie werden aufgrund der Angaben im Stammbuch erstellt und beinhalten keine weiteren Angaben aus Kirchenbüchern oder anderen Quellen. Die Kosten werden nach Aufwand berechnet, betragen jedoch mindestens 200 Franken. |