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Gewinner des Literaturwettbewerbs stehen fest
Die Jury des Zentralschweizer Literaturwettbewerbs 2025 hat entschieden. Aus insgesamt 69 Einsendungen wurden vier literarische Werke ausgewählt, die in ihrer Qualität, Originalität und sprachlichen Kraft überzeugen. Der Wettbewerb, der alle zwei Jahre Autorinnen und Autoren aus der Region fördert, zeigt einmal mehr die Vielfalt und Lebendigkeit der Literaturszene in der Zentralschweiz.
Die eingereichten Texte spiegeln ein breites Spektrum literarischer Formen wider: neben Lyrik, erzählerischer Prosa, Krimis mit Lokalkolorit liegen diverse Texte vor, die sich mit Krisen im Leben auseinandersetzen. Diese Vielfalt machte die Jurierung anspruchsvoll, aber auch spannend.
Das sind die vier Preisträgerinnen und Preisträger
Gina Bucher (20'000 Franken), in Luzern aufgewachsen, überzeugt mit einem neuen Romanprojekt, «einem präzise beobachteten und raffiniert ausgeführten Gemälde unserer Zeit», so die Jury. Diese zeigt sich begeistert von der Konzeption und literarischen Finesse dieses bereits weit entwickelten Textes, mit dem es der Autorin souverän gelingt, soziologisch fundierte Reflexionen in einen mit grosser Lust zu lesenden Roman zu übersetzen.
Leonora Kugler (15'000 Franken, Newcomerin) wohnt im Kanton Zug. Ihr Text «Die stumme Frau» entfaltet «ein luftiges Textgeflecht» aus Prosapassagen und lyrischen Abschnitten. Die Jury würdigt die «präzise Sprache und die poetische Kraft, mit der die Autorin Leerstellen und Auslassungen ins Zentrum rückt und das Leben einer Arbeitsmigrantin in der Schweiz eindrucksvoll imaginiert.»
Bruno Winzap (10'000 Franken) aus Brunnen; sein Roman nimmt die Lesenden mit auf den Weg vom Stall und der Scholle hinaus zur Stadt und zum Studium des Existenziellen. Die Jury bezeichnet das Werk als «berückende Parabel über die Härte der Natur, die Fragilität alles Lebendigen und die Melancholie von feinsinnlich Musischem, die der Conditio humana innewohnt.»
Raphael Schweighauser (5'000 Franken, Newcomer) wohnt in Luzern. Mit einem Ausschnitt aus seinem Erstlingsroman «Ereignishorizont» überzeugt er durch «einen vielschichtigen, dichten Mikrokosmos zwischen Mutter und Sohn, dessen Dynamik sich im Ausnahmezustand eines Stromausfalls spiegelt.» Die Jury lobt die literarisch verblüffenden Bilder aus schlichtem Material und den vibrierenden Rhythmus von Sprache und Gedankenwelt – fesselnd und faszinierend.»
Wichtige Plattform für Anerkennung der Literatur
Die Jury des Literaturwettbewerbs setzt sich aus Christine Eggenberg (Präsidium), Ina Brückel, Tamaris Meyer, Pius Strassmann und Marc von Moos zusammen. Der Zentralschweizer Literaturwettbewerb wird von den Kulturförderungen der beteiligten Kantone getragen und verfolgt das Ziel, literarisches Schaffen in der Region sichtbar zu machen und zu fördern. Mit den ausgezeichneten Arbeiten wird einmal mehr deutlich, wie wichtig diese Plattform für die Entwicklung und Anerkennung von Literatur ist.
Die Preisverleihung findet am Montag, 16. März 2026, im Literaturhaus Zentralschweiz lit.z in Stans statt. Im Rahmen der Feier werden die Gewinnerinnen und Gewinner ausgezeichnet und deren Texte präsentiert.
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| Medienmitteilung Zentralschweizer Literaturwettbewerb 2025 (PDF, 174 kB) | Download | 0 | Medienmitteilung Zentralschweizer Literaturwettbewerb 2025 |
| Bild Gina Bucher [Foto: Lucas Ziegler] (JPG, 1.47 MB) | Download | 1 | Bild Gina Bucher [Foto: Lucas Ziegler] |
| Bild Leonora Kugler [Foto: Raphaela Graf] (JPG, 1.36 MB) | Download | 2 | Bild Leonora Kugler [Foto: Raphaela Graf] |
| Bild Bruno Winzap [Foto: zvg] (JPG, 1.44 MB) | Download | 3 | Bild Bruno Winzap [Foto: zvg] |
| Bild Raphael Schweighauser [Foto: Martin Lustenberger] (JPG, 1.5 MB) | Download | 4 | Bild Raphael Schweighauser [Foto: Martin Lustenberger] |
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