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Regierungsrat stimmt Erneuerung des Zentralbahn-Rollmaterials zu

4. September 2019

Aufgrund zunehmender Alterserscheinungen müssen Züge auf der Zentralbahnstrecke Luzern-Engelberg ersetzt werden. Zudem haben S-Bahn-Kompositionen des Typs Spatz die Hälfte ihrer Lebensdauer erreicht und müssen renoviert werden. Da diese Investitionen die Abgeltungen der Leistungsbesteller beeinflussen, muss auch der Kanton Nidwalden grünes Licht erteilen. Der Regierungsrat stimmt der Rollmaterialbeschaffung und -erneuerung zu.

Schon seit einiger Zeit zeigt sich bei ehemaligen Brünig-Bahn-Wagen, die von der Zentralbahn auf der Strecke des Luzern-Engelberg-Express eingesetzt werden, ein zunehmendes Schadenpotenzial an den Wagenkasten. Die Bildung von Rissen und andere Schwachstellen können mittels Reparaturen nicht mehr dauerhaft beseitigt werden. Zudem haben die technischen Risiken der alten Lokomotiven zugenommen. So ereigneten sich zuletzt deutlich mehr Getriebeschäden. Die Sicherheit für die Fahrgäste ist zwar jederzeit sichergestellt, dennoch drängt sich ein Ersatz von Rollmaterial auf. In Absprache mit den Leistungsbestellern beabsichtigt die Zentralbahn (zb), zwischen 2021 und 2024 neue Triebzüge (zwei des Typs Adler, sieben des Typs Fink) im Gesamtwert von 114,2 Millionen Franken zu beschaffen. Dadurch würden die gleichen Kompositionen nach Engelberg eingesetzt, wie über den Brünig nach Interlaken. Diese haben sich bewährt. Die zusätzlichen Fink-Züge ersetzen alte, nicht behindertentaugliche Kompositionen und bilden die Voraussetzung für Angebotserweiterungen wie zum Beispiel den Halbstundentakt nach Engelberg.

Erste Generation der S-Bahn-Züge in Totalrevision
Die Flotte des Typs Spatz – die ersten niederflurtauglichen Züge auf dem Streckennetz der Zentralbahn – hat 2004/2005 ihren Dienst aufgenommen. Bis 2020 sind die Züge in der Mitte ihres Lebenszyklus angelangt. Damit sie bis ans Ende der voraussichtlichen Nutzungsdauer im Jahr 2032 zuverlässig und kostengünstig betrieben werden können, sind der Ersatz von Komponenten und Systemen sowie substanzerhaltende Arbeiten zwingend. Die Massnahmen an zehn Spatz-Triebfahrzeugen sind zwischen 2023 und 2026 vorgesehen. Die Kosten dafür belaufen sich auf 15,8 Millionen Franken.

Der Regierungsrat hat der Rollmaterialbeschaffung und der Revision der Spatz-Züge unter dem Vorbehalt zugestimmt, dass die übrigen Besteller – Bund sowie die Kantone Luzern, Bern, Obwalden – die Pläne der zb ebenfalls unterstützen. Mit der Zustimmung können die Folgekosten der Investitionen bei den Abgeltungen, die von den Bestellern bezahlt werden, eingerechnet werden.        

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