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Wirtschaft und Politik im Dialog auf dem Bürgenstock

10. September 2026
Die Regierungen von Nidwalden und Luzern haben am 9. September 2026 gemeinsam mit dem WEF zum traditionellen Lunch Talk auf dem Bürgenstock eingeladen. Rund 70 Unternehmerinnen und Unternehmer aus beiden Kantonen tauschten sich mit André Hoffmann, Co-Vorsitzendem des World Economic Forum und Vize-Präsident des Roche-Verwaltungsrats, über die Notwendigkeit eines nachhaltig funktionierenden Wirtschaftssystems, die Lage der Weltwirtschaft und die Herausforderungen für den Wirtschaftsstandort Schweiz aus.
Moderatorin Susanne Giger und André Hoffmann, Co-Vorsitzender des WEF, im Gespräch vor den Vertretern aus Wirtschaft und Politik.


Der Lunch Talk auf dem Bürgenstock hat sich zu einer Plattform für den direkten Austausch zwischen Wirtschaft und Politik entwickelt. Unter der Moderation der ehemaligen SRF-Wirtschaftsjournalistin Susanne Giger betonte André Hoffmann, Co-Vorsitzender des WEF, dass die Schweiz stolz auf ihre Leistungen sein könne, dass man sich aber nicht darauf ausruhen könne, da die Welt sich in einem rasanten Wandel befinde. «Unternehmen und Politik müssen immer vorbereitet sein auf das, was morgen passieren könnte», sagte André Hoffmann. Insbesondere müsse das gesamte Wirtschaftssystem so angepasst werden, dass es die planetarischen Grenzen berücksichtige. Die Schweiz habe aufgrund ihrer hohen Stabilität in Wirtschaft und Politik die Chance, hierbei eine Vorreiterrolle einzunehmen. «Es reicht nicht, die finanzielle Situation in den Bilanzen der Unternehmen korrekt wiederzugeben. Vielmehr müssen darin auch die Kosten enthalten sein, die diese Unternehmen durch die Nutzung der Natur verursachen. Nur dann würden die langfristig richtigen Entscheidungen getroffen», so Hoffmann weiter.

Rund 70 Unternehmerinnen und Unternehmer aus Nidwalden und Luzern waren der Einladung gefolgt. «Wir haben in unserer Region eine aussergewöhnliche Dichte an erfolgreichen KMU, Familienunternehmen und international tätigen Industriebetrieben. Viele gehören in ihren Märkten zur Weltspitze. Sie schaffen Arbeitsplätze, bilden junge Menschen aus, investieren langfristig und sorgen für eine hohe Wertschöpfung», hatte der Nidwaldner Regierungsrat und Volkswirtschaftsdirektor Othmar Filliger in seiner Begrüssung betont. Diese Verbindung von starker regionaler Verankerung, Qualitätsbewusstsein und internationaler Ausrichtung präge den Wirtschaftsstandort Zentralschweiz.

Langfristiges Denken als Stärke
Ein Schwerpunkt des Austauschs lag auf der Frage, wie sich langfristiges Denken und internationale Wettbewerbsfähigkeit verbinden lassen. Gerade viele Familienunternehmen in der Zentralschweiz denken über Generationen hinweg und übernehmen damit Verantwortung für ihre Unternehmen, ihre Mitarbeitenden und den Wirtschaftsstandort. Diese langfristige Perspektive schafft Kontinuität: Unternehmen investieren nachhaltig, entwickeln ihr Know-how weiter und sichern damit Wettbewerbsfähigkeit und Arbeitsplätze über konjunkturelle Schwankungen hinaus. In Verbindung mit Innovationskraft und internationaler Ausrichtung bilden sie eine wichtige Grundlage für den wirtschaftlichen Erfolg. «Für tragfähige Lösungen braucht es den Dialog zwischen Wirtschaft und Politik sowie Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und Entscheidungen zu treffen. Der heutige Austausch zeigt, wie wertvoll diese direkte Zusammenarbeit ist», zeigte sich der Luzerner Regierungsrat Fabian Peter, Vorsteher des Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdepartements, überzeugt.

Vertreterinnen und Vertreter der organisierenden Kantone Nidwalden und Luzern mit den Protagonisten des WEF Lunch Talks (von links): Patrik Wermelinger, Direktor Wirtschaftsförderung Luzern, Alois Zwinggi, Präsident WEF, die Nidwaldner Regierungsräte Michèle Blöchliger und Othmar Filliger, Moderatorin Susanne Giger, WEF-Co-Vorsitzender André Hoffmann, die Luzerner Regierungsräte Fabian Peter und Reto Wyss sowie Diana Hartz, Nidwaldner Wirtschaftsförderin.


Der Lunch Talk machte deutlich, dass wirtschaftlicher Erfolg auch in einem zunehmend anspruchsvollen internationalen Umfeld auf bewährten Stärken aufbauen kann: auf langfristigem Denken, Verlässlichkeit, Zusammenarbeit und der Fähigkeit, sich laufend weiterzuentwickeln. Nidwalden und Luzern wollen dazu Rahmenbedingungen schaffen, die den Unternehmen Planungssicherheit geben und gleichzeitig Raum für Innovation und unternehmerische Initiative lassen.

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