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Nidwalden überprüft Bildungsqualität mit vielfältigen Instrumenten

17. September 2026
In seiner Antwort auf eine Interpellation legt der Regierungsrat dar, mit welchen Instrumenten die Bildungsqualität im Kanton überprüft wird. Die Leistungsmessungen zeigen ein positives Bild: Nidwalden erreicht seine bildungspolitischen Ziele und erzielt im interkantonalen Vergleich gute Ergebnisse.

Im Mai dieses Jahres wurden die Ergebnisse der «Überprüfung des Erreichens der Grundkompetenzen» (ÜGK) 2024 veröffentlicht. Mit dieser schweizweiten Erhebung untersucht die Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektorinnen und -direktoren (EDK), wie gut die nationalen Bildungsziele in den einzelnen Kantonen erreicht werden. 2024 wurde die ÜGK zum vierten Mal durchgeführt. Erstmals standen dabei Schülerinnen und Schüler der 2. Primarklasse und damit die Grundkompetenzen der rund achtjährigen Kinder im Fokus. Der Kanton Nidwalden hat an der Erhebung nicht teilgenommen, was Landrat Thomas Wallimann, Ennetmoos, zu einer Interpellation veranlasst hat. In seinem Vorstoss fragt er nach den Gründen, weshalb der Kanton auf die ÜGK 2024 verzichtet hat. Zudem möchte er wissen, mit welchen Massnahmen und Instrumenten die Bildungsdirektion die Kompetenzen der Nidwaldner Schülerinnen und Schüler beurteilt.

Der Regierungsrat hält in seiner Antwort fest, dass der Kanton Nidwalden mit Ausnahme von 2024 bisher an allen Durchführungen der ÜGK (2016, 2017 und 2023) teilgenommen hat. Auf eine Teilnahme bei der letzten Erhebung wurde bewusst verzichtet. Aufgrund der schweizweit unterschiedlichen Schulmodelle zu Beginn der obligatorischen Schulzeit wurden Vergleichbarkeit und Aussagekraft der Ergebnisse als eingeschränkt beurteilt. Entsprechend wurde auch der konkrete Nutzen für den Schulalltag als begrenzt eingeschätzt. Massgebend ist aus Sicht der Bildungsdirektion, dass der Testaufwand in einem gesunden Verhältnis zu den Vorteilen für die Nidwaldner Schulen und ihre Lernenden steht.

Der Kanton Nidwalden setzt sich dafür ein, dass künftige Tests der ÜGK primär in der 6. bzw. 9. Klasse durchgeführt werden. «Nidwalden beteiligt sich grundsätzlich an den nationalen Überprüfungen der Grundkompetenzen. An der nächsten Erhebung 2028, die in der 6. Primarklasse stattfindet, wird Nidwalden wieder teilnehmen», hält Bildungsdirektor Armin Odermatt fest.

Die bildungspolitischen Ziele werden mit verschiedenen Kennzahlen überprüft, die Aufschluss über die Entwicklung des Bildungssystems in Nidwalden geben. So soll die Übertrittsquote von der Sekundarstufe I in die Sekundarstufe II im mehrjährigen Mittel stabil bei 95 Prozent liegen. Auch bei den Abschlüssen auf Sekundarstufe II wird eine Quote von mindestens 95 Prozent angestrebt. Dass diese Ziele erreicht oder teilweise übertroffen werden, wertet der Regierungsrat als Zeichen für die hohe Qualität des Bildungssystems in Nidwalden. Ein weiterer Gradmesser ist die Studienabbruchquote. Diese ist im schweizweiten Vergleich am tiefsten: Nidwaldner Schülerinnen und Schüler brechen ein begonnenes Studium nur sehr selten ab.

Zwischen den Erhebungen der ÜGK setzt der Kanton Nidwalden standardisierte Leistungsmessungen ein. In der 5. und 6. Klasse kommen die Tests von «Check dein Wissen» zum Einsatz, um den Lernstand der Kinder zu erfassen. Auf der Orientierungsstufe werden «Stellwerk»-Tests eingesetzt. Die Resultate dienen sowohl der schulischen Standortbestimmung als auch der Berufswahl. Dabei erzielen die Nidwaldnerinnen und Nidwaldner gute Ergebnisse; gleichzeitig liefern die Tests Hinweise auf Schwachstellen im Schulsystem. So kann der Unterricht gezielt weiterentwickelt und verbessert werden.

Zur ausführlichen Antwort des Regierungsrats auf den Vorstoss

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Medienmitteilung Interpellation Leistungsüberprüfung (PDF, 133 kB) Download 0 Medienmitteilung Interpellation Leistungsüberprüfung