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Der öffentliche Verkehr in Nidwalden bleibt attraktiv
Im Frühling 2026 kündigten diverse Tarifverbunde an, die Preise für den öffentlichen Verkehr anzupassen. Dies veranlasste Landrat Benno Zurfluh, Stans, und Mitunterzeichnende dazu, eine Interpellation einzureichen. Die Vorstösser befürchteten, dass der öffentliche Verkehr mit den Preiserhöhungen an Attraktivität verliert. Zudem würden Personen mit knappen finanziellen Mitteln zusätzlich belastet. Mit ihrem Vorstoss wollten sie unter anderem in Erfahrung bringen, welche Massnahmen ergriffen werden könnten, um die öV-Nutzung weiterhin konkurrenzfähig zu gestalten.
Teuerung führt zu höheren Kosten
Der öffentliche Verkehr wird zu einem wesentlichen Teil von Bund und Kantonen finanziert. Einen weiteren wichtigen Beitrag leisten die Einnahmen aus dem Billettverkauf. Der Kanton Nidwalden ist Teil des Tarifverbunds Passepartout, dem auch der Kanton Obwalden und der Verkehrsverbund Luzern angehören. Die Preise für die Billette und Abonnemente werden gemeinsam von den Kantonen und den Transportunternehmen festgelegt. Im Sommer 2026 beschloss der Tarifverbund, die Preise leicht zu erhöhen. Die Tarifanpassungen sind notwendig, weil die Kosten der Transportunternehmen in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen sind, unter anderem aufgrund der Teuerung.
Nur moderate Preiserhöhung in Nidwalden
Für die Strecken im Kanton Nidwalden fallen die Anpassungen moderat aus. Der Regierungsrat veranschaulicht dies in seiner Antwort auf den Vorstoss an einem Beispiel: Aktuell kostet eine Fahrt in der 2. Klasse von Ennetbürgen über Stans nach Luzern mit dem Halbtax 8.60 Franken. Ab dem Fahrplanwechsel vom 13. Dezember 2026 bezahlen die Fahrgäste 20 Rappen mehr, also 8.80 Franken. Für diesen Abschnitt handelt es sich um die erste Preiserhöhung für Einzelbillette seit zehn Jahren. Gleichzeitig wird im Dezember 2026 ein Angebotsausbau erfolgen. «Der Halbstundentakt mit der Bahn nach Engelberg und optimierte Busverbindungen werden spürbare Verbesserungen bringen», sagt Baudirektorin Therese Rotzer-Mathyer.
Beliebtheit dank attraktiven Angeboten
Nach Ansicht des Regierungsrats hängt die Attraktivität des öffentlichen Verkehrs nicht allein vom Preis ab. Höhere Treibstoffpreise können den öV gegenüber dem Auto zwar attraktiver machen. Für die Wahl des Verkehrsmittels spielen jedoch weitere Faktoren wie Reisezeit, Verbindungen, Verfügbarkeit und Komfort eine wichtige Rolle. Veränderungen bei den Preisen allein führen nicht zwingend zu einer dauerhaften Veränderung des Mobilitätsverhaltens. Therese Rotzer-Mathyer: «Ob die Menschen Bahn und Bus nutzen, hängt nicht nur vom Preis ab. Genauso wichtig sind ein gutes Angebot und zuverlässige Verbindungen». Daher sieht der Regierungsrat die Attraktivität nicht gefährdet. Besonders für jene Gemeinden, die mit der Zentralbahn erschlossen sind, bietet der öffentliche Verkehr oft eine kürzere Reisezeit als andere Transportmittel. Die steigenden Passagierzahlen bestätigen den Regierungsrat darin, die Angebote weiterhin schrittweise zu optimieren.
► Zur vollständigen Antwort des Regierungsrats auf den Vorstoss
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| Medienmitteilung Interpellation Erhöhung öV-Tarife (PDF, 133 kB) | Download | 0 | Medienmitteilung Interpellation Erhöhung öV-Tarife |