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Tag der Kranken: Videos regen zu offenem Umgang mit Krankheiten an

3. März 2021

Die Gesundheits- und Sozialdirektion nimmt den Tag der Kranken vom 7. März zum Anlass, auf die Situation von Betroffenen und Angehörigen in Nidwalden einzugehen. Ihre Geschichten sollen dazu animieren, offen über Krankheiten und Beeinträchtigungen zu sprechen. Die Aktion kommt aufgrund der Corona-Pandemie anders daher als üblich.

Der Tag der Kranken vom 7. März steht unter dem Motto «Verletzlich, aber stark». Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie erhält der Tag in diesem Jahr eine spezielle Bedeutung. Das Ziel bleibt dasselbe: Auf die Situation von kranken und beeinträchtigten Menschen aufmerksam machen und solidarisch der Vereinsamung von Betroffenen und deren Angehörigen entgegenwirken. Normalerweise finden über die ganze Schweiz verteilt Besuchs- und Geschenkaktionen in Spitälern und Heimen, Konzerte oder anderweitige Solidaritätsveranstaltungen statt. In der aktuellen Lage ist dies nicht oder nur in sehr eingeschränkter Form möglich.

Die Gesundheits- und Sozialdirektion hat sich Gedanken gemacht, wie dennoch ein Beitrag zum Tag der Kranken geleistet werden könnte. Als Resultat daraus sind unter dem Lead der Abteilung Gesundheitsförderung und Integration mehrere Kurzvideos entstanden, in welchen ein von ADHS betroffener Bub und seine Mutter, eine Betagte, eine Fahrdienst-Freiwillige und eine Psychiatrie-Stationsleiterin von den Herausforderungen und Freuden ihres Alltags erzählen und wertvolle Tipps im Umgang mit Krankheiten geben. Die Videos werden ab heute über die Webseite und Social-Media-Kanäle des Kantons verbreitet sowie über Partnerorganisationen wie die Luzerner Psychiatrie (Luzern, Obwalden, Nidwalden), das Alterswohnheim Buochs und das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) Unterwalden, welche die Realisierung der Kurzfilme unterstützt haben. Diese und weitere Organisationen bieten Betroffenen bei Bedarf eine Anlaufstelle und Hilfe.

Die eigene Widerstandsfähigkeit stärken
«Mit den Videos zum Tag der Kranken wollen wir die Botschaft vermitteln, offen über Krankheit, Beeinträchtigungen, aber auch eigene Gefühle zu sprechen und diese mit anderen Menschen zu teilen. Ein ehrliches Gespräch und offene Ohren bilden die Basis für eine geeignete Unterstützung», hält Gesundheits- und Sozialdirektorin Michèle Blöchliger fest. Im Austausch mit anderen Menschen – Familie, Freunde, Menschen mit einem ähnlichen Schicksal, Fachpersonen – kann die eigene Widerstandsfähigkeit gestärkt werden. Dies auch in gesunden Zeiten, um gegen Krankheiten und hohe Belastungen besser gewappnet zu sein. Resilienz bedeutet auch zu spüren, was einem in schwierigen Momenten guttut und wie mit der veränderten Situation umgegangen werden kann. «Krankheiten schränken nicht nur körperlich ein – sie haben oft auch einen Einfluss auf unsere Psyche und können Langzeitfolgen verursachen. Seien wir eine Gesellschaft, in der helfen und Hilfe annehmen starke Pfeiler sind», so der Aufruf von Regierungsrätin Michèle Blöchliger.

→ Die Videos können unter www.nw.ch/tagderkranken geschaut werden. Nützliche Tipps sind zudem auf der Webseite der Kampagne «Wie geht's dir?», die vom Kanton Nidwalden unterstützt wird, zu finden: www.wie-gehts-dir.ch

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