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Boden

Bodenschutz
37% des Kantons Nidwalden ist  land- und alpwirtschaftliche Nutzfläche und damit unser fruchtbarster Boden. Ein Vergleich der letzten beiden Arealstatistiken zeigt jedoch, dass innerhalb von zwölf Jahren gesamthaft eine landwirtschaftliche Nutzfläche von 170 Hektaren verloren ging. Siedlungsflächen nehmen hingegen weiter zu, fast ausschliesslich auf Kosten von Landwirtschaftsland.

Damit der Boden weiterhin seine Funktionen

  • als Filter für unser Grundwasser
  • als fruchtbarer Nährgrund für das Pflanzenwachstum
  • als Lebensraum für Tiere
  • als Infiltrator  von Niederschlag, der die Gefahr von Überschwemmungen vermindert

wahrnehmen kann,  muss er in seiner Qualität sowie in seiner Quantität geschützt werden.


Themenbezogene Links

 

Bodenkundliche Gesellschaft der Schweiz (BGS)
Bundesamt für Umwelt (BAFU) - Thema Boden                                                    
UNO-Jahr des Bodens 2015
Bodenfeuchte-Messstation Nidwalden


Gesetzliche Grundlagen

 

 

Kantonales Umweltschutzgesetz Nidwalden (kUSG)
Kantonale Umweltschutzverordung Nidwalden (kUSV)
Umweltschutzgesetz (USG)
Verordnung über die Belastung des Bodens (VBBo)


Richtlinien / Wegleitungen / Berichte

 

 

BAFU - UMWELT Nr. 4/2011: Bodenwelten                                                                         
  BAFU - UMWELT Nr. 4/2017: Auf gutem Grund
Merkblatt: Umgang mit Boden, Zentralschweizer Umweltdirektionen (ZUDK)

 

Kontakt

Amt für Umwelt

Informationen zum Amt

Boden - Bodenschutz beim Bauen

Bei Bauvorhaben wird oft gewachsener Boden tangiert, dieser wird ausgehoben, zwischengelagert und zu einem späteren Zeitpunkt für die Rekultivierung wieder eingebaut. Oft wird Boden auch als Unterlage…
Bei Bauvorhaben wird oft gewachsener Boden tangiert, dieser wird ausgehoben, zwischengelagert und zu einem späteren Zeitpunkt für die Rekultivierung wieder eingebaut. Oft wird Boden auch als Unterlage genutzt für Bauinstallationen, Pisten und Depots. Bei den verschiedenen Arbeitsschritten kann der Boden durch unsachgemässen Umgang stark beschädigt werden. Wenn hingegen aber sorgfältig mit dem Boden umgegangen wird, können Bodenschäden wie Verdichtungen minimiert und die Bodenfruchtbarkeit erhalten bleiben. Weitere Informationen sind im Handbuch Bodenschutz beim Bauen zu finden.

Bei den Erdarbeiten sind folgende Grundsätze zu beachten:
Ober- und Unterboden sowie Aushub müssen getrennt ausgehoben und zwischengelagert werden
Erdarbeiten sind bei gut abgetrocknetem, tragfähigem Boden auszuführen. Das Nomogramm zeigt an, welche Maschinen (Gewicht, Flächendruck) bei welcher Bodenfeuchte eingesetzt werden können.
Bau- und Landwirtschaftsmaschinen mit möglichst geringem Gesamtgewicht verwenden
Boden sowohl auf Depots und bei der Rekultivierung immer möglichst bald richtig begrünen
Verwertung des Bodens möglichst vor Ort. Ohne Bewilligung dürfen keine bestehenden Geländemulden aufgefüllt werden (Terrainveränderung).
Die rekultivierten Flächen müssen ein paar Jahre schonend bewirtschaftet werden.

Terrainveränderungen ausserhalb der Bauzone
Terrainveränderungen ausserhalb der Bauzone sind bewilligungspflichtige Vorhaben. Grundsätzlich sind nur Terrainveränderungen bewilligungsfähig auf Böden, deren Aufbau massgeblich anthropogen geprägt ist (z.B. schlecht rekultivierte Böden oder Sanierungsfälle betreffend Bodenfruchtbarkeit), Böden mit ausgewiesenen Defiziten, welche sich nicht mit anderen Massnahmen (z.B. Drainage) verbessern lassen (z.B. degradierte, entwässerte und gesackte organische Böden) oder durch Naturereignisse (z.B. Murgänge, Hochwasser, Hangrutsche) beeinträchtigte Böden. Mehr Informationen zum Bewilligungsverfahren, den gesetzlichen Grundlagen und den einzureichenden Unterlagen sind beim Amt für Raumentwicklung verfügbar.

Bodenkundliche Baubegleitung
Bei bodenrelevanten Bauvorhaben ist zum Schutz des Bodens als Kulturland bereits bei der Planung und insbesondere bei der Ausführung der Arbeiten eine anerkannte bodenkundliche Fachperson (Liste der bodenkundlichen Baubegleiter/innen BGS) beizuziehen.

Merkblätter
Bei allen Erdarbeiten ausserhalb der Bauzonen müssen die Grundsätze der Merkblätter "Umgang mit Boden" und "Entsorgung von Aushub" der Zentralschweizer Umweltfachstellen und der FSK-Rekultivierungsrichtline "Fachgerechter Umgang mit Böden" beachtet werden.
Weitere Tipps und Richtlinien für die Planung eines wirksamen Bodenschutzes im Hochbau innerhalb der Bauzonen sind unter www.bodenschutz-lohnt-sich.ch zu finden.

Themenbezogene Links:
bau.umwelt

Richtlinien / Wegleitungen / Berichte
Boden und Bauen, Bundesamt für Umwelt, BAFU
Verwertung von ausgehobenem Boden (Wegleitung Bodenaushub), Bundesamt für Umwelt (BAFU)

Boden - Schadstoffe im Boden

Schadstoffe aus verschienden Quellen (Luft, aus Düngern oder Pflanzenschutzmitteln, Anlagen) gelangen auf den Boden und können diesen mit Schwermetallen oder organische Schadstoffen belasten. Schadsto…

Schadstoffe aus verschienden Quellen (Luft, aus Düngern oder Pflanzenschutzmitteln, Anlagen) gelangen auf den Boden und können diesen mit Schwermetallen oder organische Schadstoffen belasten. Schadstoffe werden nur sehr langsam oder gar nicht abgebaut oder ausgewaschen, reichern sich deshalb in den Böden an und können die Fruchtbarkeit oder die Gesundheit von Mensch und Tier gefährden. In der Schweiz gibt es keine chemisch völlig unbelasteten Böden mehr. Schadstoffe können in die Nahrungskette oder in das Trinkwasser gelangen und so die Gesundheit von Menschen, Tieren und Pflanzen gefährden. Die Schädlichkeit einer Belastung hängt von Art, Menge und Wirkungsdauer eines Schadstoffes ab. Ausserdem ist nicht jeder Schadstoff für alle Lebewesen gleich schädlich.
Gebiete, die mit grosser Wahrscheinlichkeit Belastungen aufweisen (zum Teil durch Untersuchungen belegt) sind:

  • Entlang stark befahrener Strassen und Eisenbahnlinien
  • In Altbau-, Industrie- und Gewerbegebieten
  • Unter Stahlkonstruktionen (Seilbahnen, Hochspannungsmasten, Stahlbrücken etc.)
  • Schiessanlagen
  • In Gärtnereien und Schrebergärten (Allgemeingärten)


Abhängig vom Ausmass einer Belastung sind gemäss der Verordnung über Belastungen des Bodens (VBBo) Nutzungen einzuschränken oder die betroffenen Böden zu sanieren.
Bei Bauprojekten darf belasteter Boden nicht unkontrolliert verlagert werden, sondern muss allenfalls entsorgt werden. Die Wegleitung Verwertung von ausgehobenem Boden muss in diesen Fällen berücksichtigt werden.

Gemeinsame Bodenüberwachung der Zentralschweizer Kantone (KABO ZCH)
Im Jahr 2009 haben die sechs Zentralschweizer Bodenschutzfachstellen von den Zentralschweizer Umweltdirektoren den Auftrag erhalten eine gemeinsame Bodenüberwachung basierend auf dem Detailkonzept KABO ZCH umzusetzen. Ziel des Projektes ist es, Kenntnisse über den aktuellen Zustand der Zentralschweizer Böden zu gewinnen. Weitere Informationen zum Projekt KABO ZCH sind auf der Internetseite der Zentralschweizer Umweltfachstellen ersichtlich.

Richtlinien / Wegleitungen / Berichte

 

Gefährdungsabschätzung und Massnahmen bei schadstoffbelasteten Böden, Handbuch Bundesamt für Umwelt (BAFU)
Wegleitung Bodenaushub, Bundesamt für Umwelt (BAFU)